Samstag, 26. November 2016

Kleine Mengen Bienenwachs reinigen

Sehr lange habe ich nichts von mir hören lassen, ich weiß. Es war einfach zu viel zu tun. Ist es noch. Aber nun möchte ich doch ein paar Dinge mit euch teilen und versuchen, hier wieder öfter zu berichten.

Starten will ich mit meinem neuesten Experiment - dem Reinigen von Bienenwachs.


Von einer befreundeten Imkerin kann ich Bienenwachs bekommen, das ist allerdings noch "roh", also ungefiltert. Es sind viele Verunreinigungen und Schwebstoffe darin, Pollenreste, Kot, Puppenhäute, Teile toter Bienen... Dieses Wachs muss gereinigt werden, bevor man es weiter verwenden kann. Das kam mir bisher immer recht aufwändig vor. 
(ungereinigtes Bienenwachs)

Nun habe ich eine einfache Möglichkeit gefunden, und zwar mit einem Dampfentsafter. Zufällig habe ich zeitgleich zu meinen Bienenwachsplänen einen alten Einkochautomaten bekommen. Für den habe ich noch günstig den Entsafteraufsatz besorgt (der Hersteller bietet alle Teile als Ersatzteil an, sogar die Elektrik - falls ihr also einen unvollständigen oder defekten habt, das kann alles repariert/ersetzt werden!). Man kann auch einen Dampfentsafter für den Herd (oder die Feuerstelle) nehmen, allerdings sollte der aus Emaille oder Edelstahl sein, Alu ist weniger gut geeignet.

Unten in den Topf kommt Wasser. Und in den Siebeinsatz kommt ein alter Kissenbezug, der kann über den Rand umgeschlagen werden. Da hinein gebt ihr dann das Wachs. Auch alle (reinen) Bienenwachsreste, die sich mit der Zeit angesammelt haben, können da mit hinein. Nun den Deckel drauf und angeheizt! 

Wenn das Wachs komplett geschmolzen ist, könnt ihr es ablassen. Zuerst kommt allerdings Wasser heraus (auch etwas gelblich), das fangt ihr zunächst am besten mit einem Eimer auf.

(erst läuft das Wasser ab)

Sobald die Flüssigkeit dunkelgelb wird, handelt es sich um Wachs. Das gießt ihr schon jetzt in kleine Behälter. 

(hier läuft das gefilterte, flüssige Bienenwachs ab)

Ich habe dafür flache Joghurtbecher genommen. Die sammelt jemand extra für mich zum Anrühren von Farben etc. Zum Portionieren von Wachs sind sie auch gut geeignet und man kann sie dafür auch mehrmals benutzen. 


Außerdem hab ich einen Deckel einer Kunststoffkiste ausgegossen. Der hat einen recht hohen Rand und so habe ich eine große, dünne Tafel, die ich ganz einfach in Stücke brechen kann. 


Diese handlichen Wachsstücke kann man gut weiter verarbeiten, viel besser als einen großen Klumpen. Davon Stücke abzuschneiden, hatte ich mir nämlich erst überlegt und das geht überhaupt nicht gut. Die kleinen Bienenwachsstücke könnt ihr bei Bedarf mit einer Küchenreibe zerkleinern und dann im Wasserbad für allerlei Bienenwachsprojekte einschmelzen. 
Zum Beispiel für Kerzen. Einfache Stumpenkerzen zeige ich euch ganz bald in einem anderen Beitrag.

1 Kommentar:

Lieblingsschwestern hat gesagt…

Hallo liebe Kathi!
Schön von dir zu lesen!
DANKE für die Erläuterung! Super was man daraus alles zaubern kann!
Ganz liebe Grüße
Kathi