Dienstag, 11. November 2014

Schutzhäuschen für den Winter


Noch ist das Wetter zwar recht mild, aber es gab auch schon den ersten Bodenfrost hier im nördlichen Münsterland. So wurde es wirklich Zeit, ein Schutzhäuschen für meine Munkelkatze zu "bauen".

Munkel schläft nicht mehr in der Scheune. Sie liegt immer in der Nähe meiner Eingangstür, meist auf einem Kissen auf der Bank. Dort ist es im Winter jedoch auch sehr kalt und bevor eine weitere Katze auszieht und sich ein neues Zuhause sucht (so wie Karlchen, hab ich noch gar nicht erzählt...), lass ich mir doch lieber etwas einfallen, um es dem lieben Katzentier etwas behaglicher zu machen.

Für den Fall, dass ihr auch so einen Unterschlupf basteln möchtet, so hab ich's gemacht:

Erstmal hab ich eine gebrauchte Styroporkiste besorgt. Die Außenmaße sind etwa 60 x 40 x 60 Zentimeter, Wände sind fünf Zentimeter dick. Nachbarn haben mir den Tipp mit dieser Box gegeben, auch ihr Draußenkater schläft in so einer Höhle.


Mit einem Teller als Schablone hab ich zuerst den Eingang markiert. Wasserfester Filzer funktioniert ganz gut auf Styropor. Diesen Kreis kann man prima mit einem Brotmesser heraus "sägen".


Die Schnittkanten sind dann recht bröselig. Ich hab keinen Bock auf herumfliegende Styroporkleinteile in der Landschaft, darum hab ich diesen Eingang mit Gewebeklebeband verklebt. Einmal von der Außenseite und weil das Klebeband nicht breit genug war, auch von innen. Wenn man den Rand etwas überstehen lässt und einschneidet, kann man den Eingang wirklich gut verkleben und nichts bröckelt mehr ab.

Den Deckel habe ich auch etwas mit Klebeband befestigt, ich befürchte, dass er sonst bei stärkerem Wind abheben würde.


Eigentlich wäre die Schlafkiste nun fertig. Allerdings mag ich mir nicht so eine schnöde, etwas dreckige und angedetschte Box ans hübsche Fachwerkhaus stellen... Also hab ich sie noch fix bemalt.


Vom Bauern hab ich Stroh besorgt und die Kiste damit ausgestopft. Nun steht sie an ihrem Platz. Ob Munkel ihr neues Schlafplätzchen annehmen wird? Sonst klettert sie in jeden Karton, der herum steht. Aber Katzen sind ja etwas eigensinnig.


Darum gab's noch eine Prise Katzenminze über das Stroh. Ob's hilft?


Bisher hat sie nur mal ihren Kopf hinein gesteckt. Neugierig isse ja, die Munkel. Ihre Kissen von der Bank hab ich vor ihr Schuttzhäuschen gelegt. Da liegt sie nun drauf. Ich werde das in den nächsten Tagen mal gespannt beobachten. 

Übrigens: So eine Schutzhütte ist auch was Feines für Streunerkatzen! Also, selbst wenn du keine eigene Katze mit so einem Häuschen glücklich machen kannst, einem Streuner kannst du damit sehr gut durch den Winter helfen. Wichtig ist aber: Stopfe die Box nicht mit Textilien aus - Kissen, Altkleidern, Handtüchern o.ä. Das würde sich mit der Feuchtigkeit vollsaugen, die die Katze natürlicherweise von ihren Streifzügen in ihrem Fell hat. Wenn diese dann friert, bringt die ganze Box nichts mehr. Stroh isoliert wunderbar und die Katze kann sich ein tolles Nest herrichten.

Graufüßchen schläft gut geschützt in der Scheune. Und Karlchen bei etwas entfernten Nachbarn - auf dem SOFA!

1 Kommentar:

Franzi Schädel hat gesagt…

Oh das ist eine so süße und tolle Idee <3 :-)