Samstag, 29. November 2014

Die Weihnachtskarten sind fertig


Und hier gibt es einen kleinen Neugierigmacher für euch! 

Letztes Wochenende hatte ich unverhofft ein paar Stündchen frei, da hab ich das Motiv für meine Weihnachtspost 2014 gezeichnet. Die gedruckten Karten sind sogar schon hier angekommen. Das ging super fix! Sie gefallen mir ziemlich gut.

Und, was ist es geworden? Erkennt ihr es schon? Irgendwelche Ideen?

Vielleicht mag jemand von euch ja Post von mir bekommen. Einem von euch schicke ich mit meiner Weihnachtspost auch eine Karte. Einfach hier einen Kommentar hinterlassen. Bis Nikolaus, also bis 06. Dezember 2014 (24.00 Uhr), habt ihr Zeit. Ich lose dann aus.

Dienstag, 25. November 2014

Wald-AG - Die Sache mit dem toten Maulwurf


Neulich haben die Wald-AG Kinder einen totel Maulwurf entdeckt. Wahrscheinlich von einer Katze getötet, das passiert nunmal. 

Zu allererst waren alle Kinder ganz aufgeregt: 

"Oh, je, der Arme."

"Warum musste er sterben?"

"Vielleicht wurde er getötet!"

"Ja, von einer Katze."

"Oder von einem Fuchs!"

"So ist das eben in der Natur."

"Vielleicht war er auch ein alter Opi."

"Ob er auch in den Himmel kommt?"

"Was passiert jetzt mit ihm?"

Es gab viele Fragen, aber auch viele Feststellungen. Es wurde sehr philosophisch, es ging um Leben und Tod. Ich war sehr beeindruckt von "meinen" Kindern, die ja zum Teil recht große Schwierigkeiten haben, was Empathie angeht. Dem Kind, das am häufigsten andere ärgert,  andere richtig fies linkt und oft wirklich gemein ist, war es besonders wichtig, dieses kleine tote Wesen nicht einfach so liegen zu lassen. 

"Frau Rotter, können wir ihn nicht beerdigen?"

Natürlich durften die Kinder den Maulwurf bestatten. Es wurde hin und her überlegt:

"Wir haben gar keine Schaufel."

"Wir könnten mit den Händen graben."

"Oder mit einem Stock."

"Der Boden ist viel zu hart."

"Wir könnten ihn mit Laub bedecken."

"Ja, tolle Idee!"

Vorher habe ich das Interesse und die Faszination der Kinder genutzt und sie animiert, den Maulwurf genauer zu betrachten. Ich meine, hey, wann bekommt man schon mal einen Maulswurf zu sehen?


Zuerst sind uns natürlich die großen Vorderpfoten, aufgefallen. 

"Wieso hat der Maulwurf so große Hände?" (Man nennt sie übrigens auch scheinbar wirklich "Hände".)

Solche Fragen beantworte ich nicht einfach. Ich stelle dann Gegenfragen: 

Wo lebt er? Weißt du, was ein Maulwurf macht? So kommen die Kinder fast von selbst auf die Antwort. Falls nicht, schauen wir im Naturführer nach oder recherchieren später.


"Die Hinterpfoten sind aber ganz schön klein."


"Er hat eine ganz schön lange Nase. Und lange Haare dran, wie eine Maus oder eine Katze."


"Und kleine, spitze Zähnchen."


"Sein Fell ist kurz und ganz weich und flauschig."


"Der Schwanz ist ganz kurz, viel kürzer als bei einer Maus."


Danach wurde der Maulwurf dann in einem Laubbett bestattet. Dieses "schwierige" Kind hat ihn ganz sorgsam mit einzelnen kleinen, dann mit großen Blättern zugedeckt. Vorsichtig und irgendwie voll Mitgefühl und Mitleid. Wir anderen standen still drum herum. Dann wurde noch etwas mehr Laub aufgehäuft, wie ein kleiner Grabhügel.

Auch jetzt, noch Wochen nach diesem Erlebnis sprechen die Kinder noch vom Maulwurf. Fragen sich, was wohl mit ihm passiert ist, nach der Beerdigung. Versuchen die Stelle wiederzufinden, wo er lag.

Das war so eine wertvolle Erfahrung für die Kinder. Und für mich. Ich habe gestaunt über ihr Mitgefühl, über ihre Gedanken, über ihr Wissen. Und darüber, wie sie sich unterhalten haben. Ich mag meine Arbeit!

Solche Erlebnisse darf man Kindern nicht vorenthalten, finde ich. Viele Erwachsene lassen sie diese Erfahrungen nicht machen, das ist traurig. 

Noch so ein Erlebnis aus dem letzten Sommer:


Ein Knochenfund. Vorsichtig freigelegt und ausgegraben. Was war das für ein Tier? Welche Knochen saßen wohl mal wo? Durch Rückfragen, den Naturführer und etwas Recherche über mein Smartphone konnten wir unsere Fragen beantworten und haben viel gelernt.

Solche Ausgrabungen werden natürlich mit selbstgesuchten Werkzeugen durchgeführt - Stöckchen und Zweigen etc. Da wird so viel gelernt und experimentiert. Ganz von alleine, von innen heraus. 

Die zwei Stunden, die wir in der Woche miteinander verbringen sind so wertvoll!

Montag, 24. November 2014

Selbstorganisation...


... im Sinne von "Alltag strukturieren" ist ehrlich gesagt noch nie meine große Stärke gewesen. Ich bin eigentlich ein Chaot in allen Lebenslagen. Pläne mag ich in der Regel überhaupt nicht. Dinge immer wieder machen zu müssen nervt mich kollossal. Schon immer so gewesen.

Das Büchermachen fordert sehr viel Disziplin von mir. Sehr viel Planung und Struktur. Und ich glaube, ich meistere das ziemlich gut. Allerdings habe ich in dieser Zeit des Büchermachens ein riesiges Chaos um mich herum aufgebaut, das ich nun endlich ein wenig eindämmen will. Das Alltagschaos. Es ist so viel liegen geblieben. 

Ich brauche endlich wieder etwas mehr Ordnung um mich herum. Durch meine Arbeit habe ich hier so viel Material und Equipment, das liegt überall verstreut herum, wo eben gerade ein Pätzchen frei war. Dafür überlege ich gerade die Anschaffung neuer Möbel. 

Und bei Pinterest bin ich vor einigen Wochen über so einen verrückten Putzplan gestolpert und habe ihn etwas an meine Situation angepasst, also "entschärft". Seitdem gibt es hier eine gewisse Grundordnung und -sauberkeit, dass sogar ein Überraschungsbesuch mich nicht aus der Ruhe bringen kann! (Gutes Gefühl, ich sollte wirklich am Ball bleiben...) Da muss ich direkt an einen Kühlschrankmagneten denken, den ich damals aus Irland mitbrachte, für meine erste Wohnung. Auf dem war eine dieser perfekten 50er- oder 60er-Jahre Hausfrauen zu sehen, daneben stand: "Oh Shit, I turned into my mother!"

Aber neben dieser Ordungsgeschichte ist auch was anderes auf der Strecke geblieben. Nämlich irgendwie ich selber. Darum schaffe ich mir jetzt auch Freiräume - für mehr schöne Erlebnisse mit Freunden und für erfüllende Tätigkeiten, die ich so oft außer Acht lasse.

Spinnen ist eine solche Tätigkeit. Ich hab mich nun seit langer Zeit endlich mal wieder an mein Spinnrad gesetzt. Hab Wolle versponnen, die ich vor zwei Jahren selber mit Ostereierfarben gefärbt hatte. Dazu hab ich mir noch einen Kammzug von Malabrigo (mulesingfrei!) gegönnt, den verspinne ich jetzt gerade. Wunderschön! Wie sich die bunten Fasern miteinader verdrehen, verstrudeln... Diese zwei Fäden will ich dann miteinander verzwirnen. Und kann es kaum abwarten. Danach brauche ich dann Freiraum für das Verarbeiten des Garns, ein Tuch soll es werden...

Sonntag, 23. November 2014

Adventskalender-Tipp

Nun sind es nur noch wenige Tage bis die Adventszeit beginnt. Nicht mehr lang und es werden die ersten Türchen der Adventskalender geöffnet. 

Oder vielleicht die ersten Seiten...?

Ich stelle euch heute ein großartiges Adventskalender-Buch vor:




Ein Adventskalender ohne Schokolade, ohne Spielzeug, ohne "Killefit". Aber soooo voll mit wunderbaren Ideen zum Mitmachen, Nachmachen, Basteln, Rätseln, Freuen! Toll illustriert ist er noch dazu. 

So führt eine etwas schrullige Familie durch die 24 Dezembertage, die man mit jeder neuen Seite etwas besser kennenlernt. In Bildern wird am Rand ganz nebenbei und ohne Worte eine kleine Geschichte von deren Weihnachtsvorbereitungen erzählt.

Jeden Tag gibt es eine Seite mit einer illustrierten Szene aus dem Leben dieser Familie. Am rechten Rand dieser Seite kommt mit jedem Tag ein Sternchen dazu. Das ist nur ein Beispiel für viele nette Details, mit denen dieser besondere Adventskalender gespickt ist. Die linke Seite daneben hat immer einen hübschen Allover-Print. 


Nun das Tollste: Die Mitmach-Seiten müssen erst (mit einem Brieföffner oder so) göffnet werden, bevor man sie durchstöbern kann! Jeden Tag bis Weihnachten, ritsche-ratsche, darf eine (perforierte) Buchseite aufgetrennt werden. Sowas gefällt mir. Sehr!

Und dann findet man auf den Doppelseiten nicht bloß eine Adventsidee, nein, es gibt jeden Tag viel zu entdecken. Was mir besonders gut gefällt: Es sind auch immer Anregungen für die ganze Familie dabei, zum Beispiel ein Last-Minute-Adventskalender für die ganze Familie oder Vorschläge zum Erfinden eines Familienkeksrezepts...

Auch die Geschichte der verrückten Familie geht auf den Doppelseiten weiter!


Außerdem gibt's auch immer wieder Antworten auf manche Weihnachtsfragen: Was heißt denn eigentlich Advent? Woher kommt der Adventskalender? Na, wer weiß es?

Für alle, die nun meinen, das Buch sei nur was für eine Saison: Quatsch! Diese Vielseitigkeit und die Fülle an Ideen, die lustigen Illustrationen und die "mitlaufende" Familiengeschichte machen das Buch zu einem tollen Adventszeit-Begleiter auch für die kommenden Jahre. Klar, die Seiten kann man nicht erneut aufreißen. Aber ab dem zweiten Jahr ist es eben einfach eins dieser schönen Adventsbücher, in dem tolle Ideen für die ganze Familie drin stecken und die man immer wieder gern hervor holt!

Apfelkuchen

Mmmh, zum Sonntag ein Stückchen Kuchen gefällig?


Dieser Apfelkuchen geht auch ganz fix und ist einfach köstlich!

Zutaten für den Teig:
  • 100 Gramm Butter
  • 110 Gramm (Rohrohr-) Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer Zitrone oder einer Orange (beides lecker!)
  • 200 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
Zutaten für den Belag:
  • 500 g säuerliche Äpfel
  • 3 Esslöffel Quittengelee (oder Aprikose)
Außerdem:
  • Butter für die Form
  • eventuell etwas Puderzucker zum Bestäuben

So wird's gemacht:
  1. Aus den Zutaten für den Teig einen Rührteig herstellen und in eine gefettete Springform (oder ähnlich große, ofenfeste Form) geben.
  2. Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Apfelspalten gleichmäßig auf den Teig legen und etwas eindrücken. Beim Backen sinken sie auch noch etwas ein.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C etwa 30 bis 40 Minuten backen. 
  4. Quittengelee in einem Topf erhitzen und glatt rühren. Den noch heißen Kuchen damit bestreichen.
  5. Optional: Eine kleine Ecke naschen.
  6. Nach dem Abkühlen den Kuchen mit etwas Puderzucker bestäuben. 
Lecker! 

Dienstag, 11. November 2014

Schutzhäuschen für den Winter


Noch ist das Wetter zwar recht mild, aber es gab auch schon den ersten Bodenfrost hier im nördlichen Münsterland. So wurde es wirklich Zeit, ein Schutzhäuschen für meine Munkelkatze zu "bauen".

Munkel schläft nicht mehr in der Scheune. Sie liegt immer in der Nähe meiner Eingangstür, meist auf einem Kissen auf der Bank. Dort ist es im Winter jedoch auch sehr kalt und bevor eine weitere Katze auszieht und sich ein neues Zuhause sucht (so wie Karlchen, hab ich noch gar nicht erzählt...), lass ich mir doch lieber etwas einfallen, um es dem lieben Katzentier etwas behaglicher zu machen.

Für den Fall, dass ihr auch so einen Unterschlupf basteln möchtet, so hab ich's gemacht:

Erstmal hab ich eine gebrauchte Styroporkiste besorgt. Die Außenmaße sind etwa 60 x 40 x 60 Zentimeter, Wände sind fünf Zentimeter dick. Nachbarn haben mir den Tipp mit dieser Box gegeben, auch ihr Draußenkater schläft in so einer Höhle.


Mit einem Teller als Schablone hab ich zuerst den Eingang markiert. Wasserfester Filzer funktioniert ganz gut auf Styropor. Diesen Kreis kann man prima mit einem Brotmesser heraus "sägen".


Die Schnittkanten sind dann recht bröselig. Ich hab keinen Bock auf herumfliegende Styroporkleinteile in der Landschaft, darum hab ich diesen Eingang mit Gewebeklebeband verklebt. Einmal von der Außenseite und weil das Klebeband nicht breit genug war, auch von innen. Wenn man den Rand etwas überstehen lässt und einschneidet, kann man den Eingang wirklich gut verkleben und nichts bröckelt mehr ab.

Den Deckel habe ich auch etwas mit Klebeband befestigt, ich befürchte, dass er sonst bei stärkerem Wind abheben würde.


Eigentlich wäre die Schlafkiste nun fertig. Allerdings mag ich mir nicht so eine schnöde, etwas dreckige und angedetschte Box ans hübsche Fachwerkhaus stellen... Also hab ich sie noch fix bemalt.


Vom Bauern hab ich Stroh besorgt und die Kiste damit ausgestopft. Nun steht sie an ihrem Platz. Ob Munkel ihr neues Schlafplätzchen annehmen wird? Sonst klettert sie in jeden Karton, der herum steht. Aber Katzen sind ja etwas eigensinnig.


Darum gab's noch eine Prise Katzenminze über das Stroh. Ob's hilft?


Bisher hat sie nur mal ihren Kopf hinein gesteckt. Neugierig isse ja, die Munkel. Ihre Kissen von der Bank hab ich vor ihr Schuttzhäuschen gelegt. Da liegt sie nun drauf. Ich werde das in den nächsten Tagen mal gespannt beobachten. 

Übrigens: So eine Schutzhütte ist auch was Feines für Streunerkatzen! Also, selbst wenn du keine eigene Katze mit so einem Häuschen glücklich machen kannst, einem Streuner kannst du damit sehr gut durch den Winter helfen. Wichtig ist aber: Stopfe die Box nicht mit Textilien aus - Kissen, Altkleidern, Handtüchern o.ä. Das würde sich mit der Feuchtigkeit vollsaugen, die die Katze natürlicherweise von ihren Streifzügen in ihrem Fell hat. Wenn diese dann friert, bringt die ganze Box nichts mehr. Stroh isoliert wunderbar und die Katze kann sich ein tolles Nest herrichten.

Graufüßchen schläft gut geschützt in der Scheune. Und Karlchen bei etwas entfernten Nachbarn - auf dem SOFA!