Montag, 20. Oktober 2014

Mein Herbstfest 2014


Dass der Herbst meine allerliebste Jahreszeit ist, wisst ihr ja. Aus dem Grund feiere ich jedes Jahr im Oktober ein Herbstfest. Dazu lade ich Freunde, liebe Nachbarn, Verwandte, meine Buchkinder ein. Eben all die Leute, die mir besonders wichtig sind. Wir feiern das Ende des Sommers, den schönen Herbst, ein wenig ist es auch ein Danke-Fest.

Das hier ist ein Teil der Einladung gewesen:


Mir ist besonders wichtig, dass die Kinder eine tolle Zeit haben. Oft laufen Kinder ja nur so nebenher. Besonders bei Feiern von kinderlosen Menschen. Ich plane immer ein paar Aktionen extra für die Kinder: Stockbrot backen und Stöcke schnitzen, Kubb spielen, Holzpferd, Hängematten und solche Sachen. In diesem Jahr hab ich das noch etwas "ausgebaut". Es gab zum Beispiel noch eine gemütliche Sitzecke auf meinem Baumhaus. Außerdem einen Basteltisch, an dem "Kastanienkometen" gebastelt werden konnten. Für die ganz kleinen Gäste haben das die Eltern gemacht.


Das absolute Highlight waren die Riesenseifenblasen. Den ganzen Nachmittag konnten alle Gäste über schillernde Regenbogenseifenblasen staunen und die Kinder hatten größten Spaß, diese zu machen. (Es folgt demnächst ein detaillierter Riesenseifenblasenbericht.)


Damit ich das Fest auch genießen kann und nicht ganz so viel Arbeit habe (die hab ich aber natürlich doch irgendwie), trägt jeder Gast etwas zum "Mitbring-Buffet" bei. So gibt es immer eine sehr abwechslungsreiche und leckere Auswahl, jeder wird satt, für jeden gibt es etwas Leckeres. In diesem Jahr gab es zum Beispiel leckersten Nudelsalat, Linsensalat, Tomate-Mozzarella, Mamas Cracker mit unterschiedlichen Dips, Zwiebelkuchen, Flammkuchen, Kürbissuppe, saftige Wassermelone, Schokomuffins, Butterkuchen, natürlich Stockbrot uuuuund: Waffeln aus der Glut!

Irgendjemand spielt meist Gitarre, am Lagerfeuer wird später gesungen. Es ist wirklich immer wundervoll! Alle sind zufrieden. Und irgendwie erfüllt. Zumindest kann ich ich für mich sagen, dass ich diese Stimmung lange in mir trage. Die tollen Gespräche, die Freude, die gute Zeit mit lieben Menschen. Ein Gefühl, das ich im dunklen Winter gern hervor krame, aus einer Herzkammer, aus einer Gefühlsvorratsschublade. Hach, schön war's!


Ich freu mich jetzt schon derbe auch das Herbstfest 2015! :o)

Sonntag, 19. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Sonntag


Hier kommt das letzte Projekt der Herbstwoche 2014:

Seifenblasen machen!


Ihr glaubt nun vielleicht: "Da sind ihr aber die Herbstideen ausgegangen! Seifenblasen sind doch was für den Sommer." Oh nein! Wer so denkt, der irrt. Das perfekte Seifenblasenwetter ist nicht zu heiß und nicht zu trocken. Ein bisschen Wind ist auch nicht schlecht. Die Luftfeuchtigkeit spielt eine sehr wichtige Rolle bei erfolgreichem Seifenblasen-Machen. So funktioniert es (meistens) im Herbst besser, als im Sommer. Morgens und am späten Nachmittag, wenn die Luft spürbar feucht wird, werden die schillernden Blasen besonders groß und halten länger. Probiert es selbst aus. Ich finde, das ist auch ein schönes Experiment, um diese Wettereigenschaften zu erforschen. 

Alles, was man für großartige Seifenblasen-Action braucht, kann man prima selber machen! 


Für solche tollen Seifenblasenzauberstäbe braucht ihr:
  • geschnitzte Stöckchen (mindestens 15 Zentimeter lang, Anleitung HIER)
  • Basteldraht (2 mm dick)
  • Baumwollgarn (Topflappengarn) 
außerdem:
  • flüssigen Bastelkleber (ich hatte grad nur diesen Schmuckkleber zur Hand)
  • Schere
  • Kombizange
  • Ein Drahtende wird an dem Ende eines Schnitz-Stöckchens befestigt. Ich habe den Draht mit der Kombizange zusammen gedrückt und dann zwei- bis dreimal drum gewickelt. 
  • Dann wird der ganze Draht eng mit Baumwollgarn umwickelt. Damit das Garn hält, streicht immer ein paar Zentimeter mit Kleber ein. Tipp: Es ist übrigens einfacher, den Griff zu drehen, als dauernd das Knäuel um den Draht zu wickeln.
  • Kleb das Garn am Ende des Drahts besonders gut fest und schneide es ab. Dann verdrehe das Drahtende mit dem anderen Ende, so dass eine Schlafe entsteht. Diese kann dann in Form gebogen werden.

Diese Zauberstäbe haben einen Drahtgriff, auf den ich Perlen gefädelt habe. Außerdem hab ich den Draht hier nicht mit Garn umwickelt, sondern ihn in eine Baumwollkordel gefädelt. Sieht hübsch aus, der Griff ist aber etwas unhandlicher.


Auch die Seifenblasenflüssigkeit kann man selber machen. Das Rezept (am Ende des Beitrags verlinkt), das ich ausprobiert habe, ist auch für Riesenseifenblasen geeignet (dazu ein andermal mehr). Es funktioniert wirklich! Man sollte sich aber wirklich ganz genau ans Rezept halten. Nicht anstelle der Neutralseife ein Spülmittel verwenden oder so. Es sei denn, ihr wollt experimentieren und sucht selber die ultimative Mischung. Wenn ihr aber gute Seifenblasen hinbekommen wollt, haltet euch genau dran. Ich habe übrigens destilliertes Wasser verwendet, da wir hier unglaublich kalkhaltiges Wasser haben, damit soll es nämlich nicht gut klappen. Außerdem habt ihr dann direkt einen Kanister, in dem ihr die Flüssigkeit aufbewahren könnt.

(Ich finde, diese Mixtur ist nicht für kleine Kinder geeignet! Sie brennt etwas in Wunden und sicherlich auch sehr in den Augen. Das als kleine Warnung an dieser Stelle.)


Als Gefäß empfehle ich ein schweres Glas mit großer Standfläche. Probiert aus, ob alle Zauberstäbe durch die Öffnung passen! Füllt lieber zwischendurch etwas Flüssigkeit nach. Wenn ausversehen alles umkippt, wäre der Spaß ja schnell vorbei. (Und es ist nicht gerade sehr unwahrscheinlich, dass das Gefäß wirklich umkippt, bei all der Bewegung und Aufgeregtheit.)


Und jetzt: Ordentlich pusten!


Links zu diesem Beitrag: 
HIER findet ihr das Rezept, das ich verwendet habe.
Wichtig ist wirklich die Haka Neutralseife (pastös)! Diese bekommt ihr im Haka-Onlineshop oder bei einem Haka-Vertreter in eurer Nähe. Ich hab gleich mehrere Vertreterinnen in der Gegend empfohlen bekommen und konnte so die Versandkosten sparen. Für die Schweizer: Haka Schweiz Und für die Österreicher: Haka Österreich

Samstag, 18. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Samstag


Zückt eure Taschenmesser, heute wird geschnitzt!

Ich möchte euch ein paar Tipps zum Schnitzen geben. Oft ist es ja leider so, dass Kinder über das Schälen und Anspitzen von Stöcken nicht hinaus kommen, auch weil die Erwachsenen oftmals nicht recht wissen, wie's funktioniert. Und im Herbst fällt im Garten wieder so viel Schnitt von Bäumen und Büschen an, das man noch prima mit dem Taschenmesser bearbeiten kann.

Darum erkläre ich nun, wie ihr einen Stock mit hübschen Formen verzieren könnt.

Wichtig ist erstmal, dass der Stock länger ist, als er letzlich sein soll. An beiden Enden soll so viel "Extra-Stock" stehen, dass ihr ihn in der Mitte bearbeiten und an den Enden halten könnt. Diese Teile werden später abgesägt.


Dann der wichtigste Trick: Die Klinge wird mit dem Daumen der "Haltehand" geschoben, so hat man eine sehr gute Kontrolle über das Messer. Das eignet sich speziell für Details und kleine Stücke, die heraus geschnitzt werden. 


Auf diese Weise können mehrere Kerben in den Stock geschnitzt werden. 

Dabei wird von beiden Seiten gearbeitet. Schnitzt den Stock rundherum einige Millimiter tief ein. Die Fasern bleiben stehen. Dann dreht den Stock um (fasst also das andere Ende an) und schnitzt die andere Seite der Kerbe. So werden die Enden der vorher stehen gebliebenen Fasern gekappt, die Kerbe sieht dann sehr sauber aus. Wiederholt diese Arbeitsschritte, bis die Kerbe tief genug ist.


Eine weitere Möglichkeit ist es, den Stock rundherum einzuritzen, bevor man die Kerben heraus schnitzt. Probiert einfach mal aus, was euch besser liegt und gefällt.

Die verschiedenen Formen zwischen den Kerben erreicht man durch unterschiedlich große Abstände zwischen diesen. Liegen die Kerben sehr eng beieinander, gibt es eher eine Linsenform. Ist der Abstand der Kerben etwa so groß wie der Durchmesser des Stocks, gibt es eine recht runde Kugel. Noch weiter auseinander und es wird eher eiförmig.


Seid ihr zufrieden mit eurer Schnitzkunst, sägt die Enden ab. Gar nicht so kompliziert oder?

Für das letzte Projekt der Herbstwoche 2014 brauchen wir morgen ein paar solcher Stöckchen. Sie sollten mindestens 15 Zentimeter lang sein. Bei der Gestaltung habt ihr völlig freie Bahn!

Freitag, 17. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Freitag


Zwei herbstliche Rezepte hab ich heute für euch. Ich fange mit einem absoluten Knaller an, einem Kürbis-Chutney, das regelrecht süchtig macht! Absolut oberlecker! 

Für meine gerade gekochte Portion konnte ich Äpfel vom eigenen Baum, einen Kürbis von Freunden, Zwiebeln von anderen Freunden und Chilies von den Eltern einer Freundin verwenden. Die Hauptzutaten kommen also alle hier aus der Gegend. Und wie die kleine Maus, habe ich mir nun einen  (kleinen) Vorrat von diesen Herbstköstlichkeiten angelegt, in Form von Chutney. 


Ich will gar nicht lange weiter schwafeln, hier kommt das Rezept:

Kathi Piratis Kürbis-Chutney

Zutaten:
  • 1 kleinen Hokkaido-Kürbis (nach dem Entkernen waren es ca. 700g)
  • 5 mittelgroße Zwiebeln
  • 1gehäuften EL Meersalz
  • 3 säuerliche Äpfel
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1 gute handvoll getrocknete Canberries
  • 2 große Fleischtomaten (alternativ 1 Dose Tomatenstücke)
  • 125 ml Apfelessig
  • 100 g Zucker (ich nehm Vollrohrzucker)
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL Senfsaat gemörsert
  • 1 TL schwarzen Pfeffer gemörsert
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemörsert
  • Chiliflocken nach Belieben
  • evtl. etwas Apfelsaft
Zubereitung:
  •  Den Kürbis entkernen und würfeln. Die Zwiebeln schälen und fein hacken. Beides mit dem Salz vermengen und über Nacht ziehen lassen. Die entstandene Flüssigkeit am nächsten Tag abgießen.
  • Äpfel schälen und in Würfeln dazu geben.
  • Cranberries grob und Knoblauch fein hacken und zum Gemüse geben.
  • Tomaten häuten und die Kerne entfernen, würfeln und ab damit in den Topf.
  • Den Essig auf dem Herd erhitzen und den Zucker darin auflösen. Die Flüssigkeit über das Gemüse gießen.
  • Dann die Gewürze dazu, alles gut vermengen und etwa 1/2 bis 3/4 Stunde köcheln lassen. 
  • Wer Chutney etwas feiner mag, stampft alles mit einem Kartoffelstampfer durch (so wie ich!).
  • Falls das Chutney zu trocken und pappig wird, gebt etwas Apfelsaft hinzu, bis die Konsistenz passt. (Dann muss das Chutney aber noch einmal aufkochen.)
  • Chutney in saubere Twist-Off-Gläser füllen - FERTIG!
Mit dieser Menge hab ich neun kleine (ca. 160ml) Gläser füllen können. 

Das Kürbis-Chutney schmeckt gut zu gegrilltem (oder gebratenem) Fleisch und Gemüse oder auch zu Käse. Aber auch als Dip für Cracker ist es toll. 


Und da folgt auch schon das nächste Rezept:

Kernige Cracker

Zutaten:
  • 100 g Speisestärke
  • 4 EL Sesam
  • 4 EL Kürbiskerne
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Leinsamen
  • 1 TL Meersalz
  • 3 EL Olivenöl
  • 150 ml kochendes Wasser
Zubereitung:
  • Stärke, Kerne und Salz miteinander vermischen.
  • Olivenöl und kochendes Wasser dazu geben. Zutaten zu einem Teig verrühren und 15 Minuten quellen lassen.
  • In der Zeit den Backofen auf 150° (Umluft) vorheizen.
  • Den Teig in zwei Portionen teilen und diese jeweils auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
  • Nun muss der Teig ganz dünn (wirklich sehr dünn) ausgerollt werden. Das geht am besten, indem ein weiterer Bogen Backpapier auf den Teig gelegt und dann mit dem Nudelholz ausgerollt wird.
  • Dann kommen die Bleche für 45 Minuten in den Ofen. 
  • Nach dem Abkühlen werden handliche Cracker aus den großen Stücken gebrochen.
Ich sage euch, diese Cracker sind absolut gut! Mein Tipp: Macht direkt die doppelte Menge!


Die Saaten sind natürlich in den Mengen variabel, man darf nur nicht zu viel reingeben, sonst hält die Stärke die Kerne nicht zusammen. 

Der rohe Teig schmeckt sehr salzig, davon darf man sich aber nicht beirren lassen.

Auch lecker: Etwas weniger Salz in den Teig geben, dafür etwas grobes (Kräuter-) Salz auf den ausgerollten Teig sprenkeln.

Meine Mama kam letztens ganz begeistert mit diesem Rezept um die Ecke. Es gab die Cracker dann letzte Woche zu meinem Herbstfest, mit unterschiedlichen Dips. Sie waren wirklich sehr begehrt und auch ziemlich schnell verputzt.

Lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Donnerstag


Eichelhütchen!

Noch so ein feines Bastelmaterial aus der Natur! Wenn ich draußen unterwegs bin, dann bin ich oft wie ein Kind - ich stopfe mir meine Taschen mit allerlei Fundstücken voll. Steine, Kastanien, besondere Zweige, Eicheln, ... und eben auch Eichelhütchen. 

Letztens hatte ich hier ein paar davon auf dem Tisch liegen, und spielte beim Nachdenken/Arbeiten mit einem herum. Und "Schwups!", hatte ich wieder eine Idee:

Fliegenpilz-Stifte mit Eichelhütchen


Ihr braucht dafür:
  • Bleistifte (am besten unbehandelt), Kullis ohne Drücker
  • Bastelfarbe in Rot und Weiß
  • Eichelhütchen
  • guten Flüssigkleber
außerdem:
  • Pinsel
  • evtl. Schleifpapier
  • altes Einmachglas oder ähnliches Gefäß

1. Als Erstes werden die Stifte am Ende etwa zwei Zentimeter breit mit weißer Farbe bestrichen. Sehr glatte und/oder lackierte Stifte solltet ihr vorher etwas mit Schleifpapier anrauhen. Diese Farbschicht muss nun trocknen. Ich stelle die Stifte dafür in ein Einmachglas, dann schmiert nix voll.

2. Nun klebt ihr die Eichelhütchen auf die weißen Enden. Ich habe Sekundenkleber genommen, das ist aber nicht sehr kindertauglich. Ihr solltet aber einen Kleber nehmen, der wirklich gut klebt, sonst hält der Spaß nicht lange.


3. Dann bemalt ihr die Käppchen mit roter Farbe. Nach dem Trocknen (wieder im Glas) verziert ihr die Pilze mit weißen Tupfen. Fertig! Und wunderhübsch! Oder?


Viel Spaß beim Basteln!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Mittwoch


Mit Kastanien geht es weiter - heute bauen wir ein klassisches Wurfspiel aus Naturmaterial.

Ihr braucht dafür:
  • viele Kastanien
  • stabile Schnur oder Draht
  • gerade Äste, etwa 3 - 4 cm dick und 50 cm lang
außerdem:
  • Nagelbohrer, evtl. Kastanienhalter
  • Schere oder Kneifzange
  • Säge und Taschenmesser
  • Wasserfarbe und Pinsel


1. Aus den Kastanien werden die Wurfringe hergestellt.  Dafür durchbohrt ihr ca. 20 Kastanien und fädelt sie auf eine Schnur. Diese muss sehr fest gezurrt und verknotet werden, sonst ist der Wurfring zu schlaff. 
Anstelle von Schnur könnt ihr auch Draht verwenden, damit sind die Ringe fester. (Die Drahtversion ist besonders für kleinere Kinder zu empfehlen, mit ihnen zielt man einfach besser.) 
Je nach Ausdauer und Kastanienausbeute können mehrere Wurfringe gebastelt werden, ich empfehle drei Stück.


2. Die Äste werden alle auf die gleiche Länge gesägt. Sie werden später in den Boden gesteckt. Je nach Bodenbeschaffenheit macht es deshalb Sinn, sie noch an einem Ende mit einem Messer anzuspitzen.


3. Nun werden die Äste in Kreuzform etwa 15 cm tief in den Boden gesteckt. Ist der Boden sehr fest, kann man sie mit einem größeren Stein einschlagen. Wer mag, bemalt die oberen Flächen noch mit Wasserfarbe. (Einen Wasserfarb-Tipp gibt's weiter unten.)


4. Nun kann gespielt werden! Jeder Spieler hat drei Versuche. Vorher wird sich über die Punktevergabe geeinigt, zum Beispiel: "jeder Treffer = ein Punkt" oder "jede Farbe hat eine andere Punktezahl". Die meisten Kinder bestehen darauf, eine Abwurflinie festzulegen, das kann man beispielsweise mit einer Schnur oder einem Ast machen.

VIEL SPASS!


Jetzt kommt noch der Wasserfarb-Tipp:


Aus Neugierde habe ich mir letztens diesen Naturfarbkasten gekauft. Die Farben bestehen aus rein pflanzlichen Stoffen. Und ich bin ganz begeistert, die Farben sind einfach schön! Braun und Schwarz sind etwas grober und man sieht feinen Pigmentstaub nach dem Trocknen. Aber das macht gar nichts, finde ich. Das Herbstwochen-Mausebild habe ich zum Beispiel damit coloriert. Diesen Farbkasten kann ich euch wirklich sehr empfehlen. Er kommt mit wenig Kunststoff aus, einzig die Farbnäpfchen sind aus Plastik. Die Mischpalette ist praktisch und weiß lackiert. 

HIER bekommt ihr den Farbkasten.
Und HIER gibt es einzelne Ersatznäpfchen.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Dienstag


Heute braucht ihr Kastanien! 

Ich liebe Kastanien. Sie sind hübsch anzusehen und tolle Handschmeichler. Außerdem kann man aus ihnen tolle Sachen herstellen und mit ihnen spielen. Zum Beispiel...


Playing Conkers

Als ich 2002 als Au Pair in Irland war, lernte ich von meinem Gastvater das Spiel "Playing Conkers" kennen, ein typisches Kinderspiel, das mit Kastanien (umgangssprachlich "Conkers") gespielt wird. 


Jeder Spieler braucht dafür eine Kastanie an einer Schnur, es spielen immer zwei Spieler gegeneinander. Ziel des Spiels ist es, durch Abtreffen der gegnerischen Kastanie, diese kaputt zu machen. Es gewinnt also der Spieler, dessen Kastanie am längsten heile bleibt.

Vorbereitungen:
 
Die Kastanien sollten möglichst gleich groß und rund geformt sein.

Außerdem ist es ratsam, Kastanien zu nehmen, die gleich frisch oder alt sind. Ältere Kastanien sind nämlich härter und robuster, als frisch vom Baum gefallene.

Als Schnur eignen sich Schuhbänder o.ä. besonders gut. Sie sollte etwa 30 Zentimeter lang sein. Wir hatten nur Wollfäden und haben deshalb die Enden der Fäden miteinder verknotet (bei doppelter Länge). Sonst reicht es, die Schnur durch die Kastanie zu fädeln und an beiden Enden einen Knoten zu machen.


Tipp: Zum Bohren von Kastanien eignen sich Nagelbohrer sehr gut. Ein solcher Kastanienhalter (bzw. Nussknacker) ist auch sehr praktisch, denn er verringert die Gefahr, dass man mit der Bohrspitze von der glatten Oberfläche abrutscht und sich dabei verletzt.

Und so wird gespielt:




Ein Spieler lässt seine Kastanie ruhig und ohne zu wacklen runter hängen. Die Höhe darf der andere Spieler bestimmen.

Dieser versucht nun, die Kastanie des Gegners (möglichst hart) zu treffen. Dabei hält er mit einer Hand das Schnurende, mit der anderen die Kastanie fest. So kann die Kastanie nämlich besonders gut geschleudert werden. 


Tipp: Beide Spieler wickeln das Ende der Schnur um ihre Hand, so hat man etwas mehr Kontrolle über seine Kastanie.

Die Spieler sind nacheinander dran. Einer hält, der andere zielt, dann wird gewechselt. Variante: Jeder darf bis zu fünfmal hintereinander zielen, bis er trifft.

Vertüddeln sich die Schnüre beider Kastanien, kann man einen Extra-Wurf bekommen, indem man als Erster "vertüddelt" ruft.

Fällt einem Spieler seine Kastanie auf den Boden, kann der Gegenspieler drauf treten und die Kastanie so beschädigen, dass sie in den nächsten Runden schneller kaputt geht. Das kann verhindert werden, indem der Spieler laut "nicht treten" ruft. 

Das Spiel endet, sobald eine Kastanie zerbrochen ist.

Tipp für eine ähnliche Spielweise: 

Ich arbeite mit Kindern, die sich schnell auch mal gegenseitig hauen oder anders weh tun. Da birgt das klassische Conkers Spiel zu viel Konflikpotential, also habe ich mir für meine Wald-AG Folgendes ausgedacht:

Eine Kastanie wird an einer gespannten Schnur aufgehängt. Die Mitspieler stellen sich drum herum und dürfen nacheinander mit ihrer Schleuderkastanie versuchen, die Kastanie abzutreffen. Vorher wird festgelegt, wie oft jeder zielen darf (einmal, zweimal, dreimal,.. hintereinander). 

Hier kann man als Gruppe die Anzahl der Würfe zählen, die man gemeinsam braucht, um die Kastanie kaputt zu bekommen, oder ein Spielleiter stoppt die Zeit. 

Die Gruppe kann dann immer wieder versuchen, ihr bestes Ergebnis zu toppen und einen neuen Kastanien-Rekord aufstellen. 

Es können auch zwei Teams gegeneinander spielen: Welches Team benötigt die wenigsten Schläge? Wer bekommt am schnellsten  die Kastanie kaputt? Für heruntergefallene Kastanien gibt es Minuspunkte. Hier kann man sehr kreativ sein und gemeinsam Regeln finden. Manchmal ergeben sich auch während eines Spiels neue Regeln, die man dann in der nächsten Runde umsetzen kann, wenn alle einverstanden sind. 

Habt ihr nun auch Lust bekommen, ein paar Kastanien gegeneinader antreten zu lassen? Berichtet mir gerne, wie euch das Spiel gefällt!


Links/Bezugsquellen zu diesem Beitrag:

Ein Nagelbohrer-Set bekommt ihr zum Beispiel bei Edunikum, und zwar HIER. Dort gibt es auch den tollen Kastanienhalter in Pilzform, nämlich HIER.

Montag, 13. Oktober 2014

Herbstwoche 2014 - Montag


Endlich ist es wieder so weit - Kathi Piratis Herbstwoche geht los! 

Durch eine bunte Woche voller Herbstideen begleitet euch diesmal diese kleine Maus, die eifrig ihre Vorratskammern füllt und sich ein wärmendes Laubbett für den nahenden Winter herrichtet. 

Und traditionell hab ich für den Start ein Ausmalbild für euch gezaubert. Das gibt's  in drei Varianten zum Runterladen. (Klick auf den Text unterm jeweiligen Bild und du kannst es dir in höherer Auflösung speichern.)


Was hat die Maus in ihre Kammern gebracht? Oder wohnen dort ihre Nachbarn?

Die Maus ist raus! Wer wohnt nun in den unterirdischen Höhlen?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Aus- und Weitermalen! 


(Die Nutzung dieser Bilder ist NICHT für kommerzielle Zwecke gestattet!)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Ankündigung: Herbstwoche 2014


Eine Woche lang jeden Tag eine Herbstidee - das kam in den letzten zwei Jahren so gut bei euch an, dass ich auch in diesem Jahr wieder eine Herbstwoche vorbereite. Am 13. Oktober geht es los. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit mit den Ideen aus 2012 und 2013 vertreiben. Da waren...

2012




2013




Kastanien dürfen natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen!