Sonntag, 11. Mai 2014

Tarp genäht


Für mein Baumhaus wollte ich eigentlich ein Dach aus Holz + Dachpappe bauen. Allerdings gefällt es mir dort oben im Sonnenlicht und im Schatten der Blätter viel zu gut, als dass ich ein fest installiertes Dach darüber bauen würde. Einen leichten Regenschutz hätte ich aber doch gerne.

Meine Lösung: Ein Tarp als Dach. Das kann ich anbringen, wenn es etwas regnet. Und bei gutem Wetter hab ich freie Sicht in die Baumkrone. 

Dumm nur, dass ich beim Bau der Plattform noch nicht an ein Tarp gedacht habe. Denn die zu überdachende Fläche ist so schmal, dass ich kein so kleines Tarp gefunden habe...


Es ist ungefähr 1,40 x 2,80 Meter groß. Ich habe mir dafür beschichteten Nylonstoff bei Extremtextil bestellt. Ich hatte ja keine Ahnung, dass dieser Stoff so unglaublich glatt und rutschig ist. Ich hatte keine Freude beim Nähen! Schaut euch die Nähte an, teilweise sind sie echt nicht schön... Aber sie halten, das reicht. Ich habe auch spezielles Garn verwendet, das bei Nässe aufquillt und so die Nähte abdichtet.


Die Ecken habe ich mit einem Rest Cordura verstärkt und Schlaufen aus Gurtband angenäht. Ich bin im Netz auf diese Tipps zum Nähen vorn Tarps gestoßen. Nun brauche ich noch Schlaufen an den Stellen, die den First bilden werden. Dazu muss ich aber raus und ausprobieren. Hab ich bei diesem Wetter keine große Lust zu...


Einen Aufbewahrungs-Sack hab ich noch für's Tarp genäht. Aus einem Rest Ripstop-Nylon, einem Stück Paracord und einem Kordelstopper einer ausrangierten Jacke. Der Stoff ist nämlich so rutschig, dass man das Tarp nicht einfach zusammenlegen kann, es flutscht direkt wieder auseinander. 

Falls noch jemand Nähtipps für solche Spezial-Stoffe hat, immer her damit! Kann mir gut vorstellen, auch mal ein größeres Tarp zu nähen.

Samstag, 10. Mai 2014

Leiter gebaut


Diese Woche hab ich eine Leiter für's Baumhaus gebaut. Sie ist aus Eschen-Stämmen. Die Sprossen habe ich angenagelt, bzw. angeschraubt. Die langen Nägel gingen so schwer rein, dass ich später auf Schrauben umgestiegen bin. Weil das so aufgehalten hat, hab ich jede Sprosse nur mit zwei Schrauben verbunden und dann noch alle Verbindungen mit Knoten (besser gesagt mit Bünden) gesichert. Mit den Bünden bin ich noch nicht fertig, es regnet einfach die ganze Zeit...


So eine Leiter kann man auch gut mit Kindern bauen. Alle Sägearbeiten habe ich mit der Fuchsschwanzsäge von Corvus (Kids at Work) erledigt. Eine meiner Lieblingssägen, mit der Kinder wirklich gut klarkommen.


Graufüßchen findet die neue Leiter viel besser als die Aluleiter, die provisorisch am Baumhaus lehnte. Hier klettert sie nun ohne zu zögern rauf und runter, turnt auf den Sprossen herum und kommt mich viel öfter da oben besuchen. 


Graufüßchen hatte übrigens Geburtstag! Am 7. Mai ist sie ein Jahr alt geworden!

Die Leiter schicke ich zur Draußen-Aktionen-Sammlung der NATURKINDER: Grünzeug - we love green stuff.

Viele Projekte, wenig Zeit


Ihr merkt es schon, ich komme gerade kaum zum Bloggen, zum privaten Zeichnen auch so gut wie nicht. Für ein neues Buch bin ich allerdings wieder sehr fleißig - an der Tastatur, auf dem Papier und draußen in der Natur.

Und sonst so:

Gestern ist ein tolles, neues Projekt angelaufen. Ich gebe im Rahmen des Kulturrucksack NRW einen Nähkurs für Teenie-Mädchen in einem Jugendzentrum im Nachbarort. Wir starteten mit einer Handy- oder MP3-Player-Hülle aus Fleece. Die kann ganz individuell gestaltet werden, das Muster wird aufgenäht. Zum Vorzeigen hatte ich mich für ein ganz einfaches, aber schickes Design entschieden. Die Mädchen, obwohl zum Großteil noch nie an einer Nähmaschine gesessen, haben sich alle für viel kompliziertere Muster, teilweise Buchstaben und andere schwierige Formen entschieden. Fertig geworden sind wir nicht, vor dem Designen und Nähen der Handyhüllen stand ja erstmal das Vertrautmachen mit den Maschinen auf dem Programm. Sieben weitere Termine finden noch vor den Sommerferien statt. Ich bin ganz gespannt, wie es so weiter gehen wird. Die Mädchen haben größtmöglichen Freiraum für eigene Ideen und Wünsche.


Ansonsten wird bei uns gerade umgebaut. Seit Dienstag finden hier Trockenbauarbeiten statt. Meine obere Etage im Haus wird nun durch eine neue Wand und bald durch eine selbstgebaute Schiebetür abgetrennt. Damit auch weiterhin etwas Tageslicht ins Treppenhaus fällt, wird ein Fenster in die Wand eingebaut. Das werde ich morgen streichen. Es ist ein gebrauchtes Holzfenster, das schon eine Weile auf dem Scheunenboden auf einen neuen Einsatzbereich gewartet hat. Ich habe mir dafür Lehmfarben ausgesucht, die anschließend mit Lappenwachs versiegelt werden. Die Treppenhaus-Seite wird grün, die Seite zu meinem Flur "dunkelweiß". Die Wände später genau umgekehrt. Auch hier bin ich gespannt auf das Ergebnis!

Donnerstag, 1. Mai 2014

Eine Grillgabel schnitzen


Ohne Grillrost eine Wurstgrillen? Das geht am besten mit einer Gabel. Ich hab schon oft beobachtet, dass sich Kinder die Würstchen auf einen einfach angespitzten Stock stecken. Die purzeln dann aber ganz schnell ins Feuer. Also schnitzt euch besser eine Grillgabel. Und zwar so:


Ihr braucht einen stabilen Zweig von einem ungiftigen Baum oder Busch - Haselnuss eignet sich sehr gut. Der Zweig muss eine Gabelung haben, auch diese muss möglichst stabil sein. 

Als Erstes werden die Blätter entfernt. Dann werden die Abzweigungen geschält und angespitzt. Schon kann die Wurst aufgespießt werden!


 Ihr braucht nur noch ein Feuerchen. Bzw. heiße Glut...


... und nette Gesellschaft!


Gefeiert!

 (Foto: Astrid Springer)

Letzte Woche Freitag habe ich mein neues Buch "Outdoor-Nächte" vorgestellt. Alle Buchkinder, Mitwirkende, Freunde, Interessierte waren dazu eingeladen. 

Wir haben ein kleines Lagerfeuer gemacht und Stockbrot gebacken. Außerdem habe ich gemeinsam mit den Kindern Gipsabdrücke von Tierspuren genommen. Weil wir uns nicht allzu weit von den anderen Gästen entfernen wollten, haben wir auf Spuren von Wildtieren verzichtet und stattdessen Abrücke von Esel- und Pferdehuf angefertigt. Hat super funktioniert! Zum Aufbauen des Tarps, was eigentlich auch noch geplant war, sind wir gar nicht gekommen.

Besonders gefreut haben mich die durchweg positiven Reaktionen auf mein Buch! Ich bin aber auch selber ganz hin und weg... 

Gefeiert haben wir wieder auf dem Tiererlebnishof Seeste.

HIER könnt ihr den Zeitungbericht zu unserer kleinen Buchfeier nachlesen.