Dienstag, 18. März 2014

Zurück aus Leipzig

Gestern bin ich aus Leipzig zurück gekommen. Es war ganz schön aufregend, wo ich doch gar nicht gern Zug fahre und auch nicht sehr gern in Städten unterwegs bin. Ich habe immer wieder gemerkt, was ich doch für ein Landei bin. Aber gleichzeitig hab ich auch erfahren, wie unnötig so eine große Aufregung vorher ist. 


Unterwegs im Zug hab ich die meiste Zeit aus dem Fenster geschaut. Manche Menschen meinen, Zugfahren sei so toll, weil man dabei gut andere Dinge erledigen kann. Sowas wie Bücher lesen, lernen, arbeiten (am Laptop). Kann ich nicht. Ich kann das Gewusel um mich herum nicht ausblenden. Ich will immer wissen, wo ich gerade in etwa bin, welcher Halt als nächstes kommt, schaue mir gerne die Menschen um mich herum an und ich gucke unglaublich gerne raus. All die Landschaften, die da an einem vorbei zischen. An denen ich dann vorbei zische... So habe ich zwischen Wiesen und Feldern ganz versteckt in einer Wallhecke eine kleine Hütte gesehen, die toll zu einer Abenteuergeschichte passt, an der ich immer mal zwischendurch schreibe. Die hab ich dann mal nebenbei skizziert, um sie nicht zu vergessen. 
Und die Frau, die mir auf dem Hinweg in beiden Zügen gegenüber saß, hab ich auch gezeichnet. Sie las in einem E-Reader, irgendwas in Russisch. Ich fand es schon komisch, jemand Fremdes so viel anzustarren und dabei zu zeichnen. Darum sind mir auch die Formen nicht gerade sehr gut gelungen, denn ich hab mich nicht getraut, mehr auf die Frau, als auf's Papier zu gucken... Und fragen mochte ich auch nicht. Da muss ich wohl noch üben, etwas unerschrockener zu sein. Ich will ja gar nicht realistisch zeichnen, ich möchte aber schon die wichtigsten Linien so hinbekommen, dass man Ähnlichkeiten erkennt. Naja, Übung macht den Meister. Und mit dieser ersten Übung bin ich schon ganz zufrieden.
In Leipzig hat mich meine Brieffreundin mit einer gelben Gerbera am Bahnhof empfangen! So eine Freude! Ist doch unser erstes und eiziges "live und in Farbe" Treffen schon fast ein Jahr her. Und gleich drauf konnte ich endlich, endlich meine tolle Velber-Redakteurin "in Echt" kennenlernen. (Ohne Zeichnung) Wir hatten zwischen meiner Ankunft und ihrer Abfahrt eine knappe Dreiviertelstunde Zeit miteinander. Juhu!


Am Sonntag war dann meine große Bastelaktion: Fünf Stunden basteln. Fünf Stunden lang immer wieder erzählen, was man an den zwei bunten Tischen machen konnte... Fünf Stunden lang erklären, Löcher in Fimo-Teile pieksen, Kinder animieren. Es war anstrengend. Aber auch schön! Die Kinder waren alle zufrieden. Und keiner kam ohne eine Extraportion Glitzer in den Klamotten davon!


Am Montag war Heimreise-Tag. Von Halle (dort hab ich übernachtet) nach Hannover und von Hannover nach Osnabrück. Der erste Zug hatte fast eine halbe Stunde Verspätung wegen irgendwelcher Probleme an Bahnübergängen. Und so musste ich ganz schön zittern und bangen, ob ich den Anschlusszug überhaupt kriegen würde. Oh je! Der hat Gott sei Dank ein paar Minuten gewartet, so dass ich so gerade eben noch umsteigen konnte. Puh! 

Nun bin ich wieder zu Hause und sortiere mich erstmal ein wenig. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Eindrücke von der Messe mit euch teilen.

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