Montag, 31. März 2014

Auf dem Baumhaus


Am Sonntag hab ich mich gemütlich auf mein Baumhaus zurückgezogen. Mit leckerem Tee, einer Decke, meinen Malsachen und dem tollen, neuen Buch von Caroline Hosmann vom Naturkinder-Blog:


Da hab ich richtig Lust bekommen, mit meiner Wald-AG ein Fest zu feiern. Ich denke, für ein Abschlussfest am Ende des Schuljahres, werde ich einige Anregungen daraus aufgreifen. Meine Lieblingsprojekt stelle ich euch demnächst mal vor, das werde ich auch mit meiner Wald-AG umsetzen! Ich kann jetzt schon sagen, dass mir Carolines neues Buch noch besser gefällt, als ihr erstes Werk! Glückwunsch dazu, liebe Naturmama!


Auf dem Baumhaus blieb ich übrigens gar nicht lange allein - Graufüßchen kann schon seit einer Weile Leitern erklettern. Und nun, wo ihr Bruder nicht mehr da ist, folgt sie mir draußen auf Schritt und Tritt, wenn ich nicht grad mit nem Hund unterwegs bin. Und wenn ich oben auf dem Baum bin, folgt sie mir eben da hin. 


Graufüßchen ist sehr anhänglich und kuschelig, nun noch mehr als vorher. Sie hat die ersten Tage noch nach ihrem Bruder gerufen. Mittlerweile hat sie sich wohl schon an die neue Situation gewöhnt. Sie ist ohne Kasimir gar nicht mehr so wild. Zu zweit tobt es sich doch einfach besser. Aber was sollen wir machen? Die Zeit können wir nicht zurück drehen... 


Ich hab versucht, diese relativ neu erlernte Fähigkeit von meinem Graufuß im Skizzenbuch festzuhalten. Sie hat so eine lustige Technik, drückt sich ein wenig an die linke Seite der Leiter und sucht dort etwas zusätzlichen Halt. An einer Aluleiter kann sie ja ihre Krallen nicht einsetzen.


Eigentlich muss man dieses Bild aber so herum betrachten, dann stimmt die Perspektive etwas besser...

Und so sieht es übrigens aus, wenn sie wieder herunter klettert:


Bericht von der Leipziger Buchmesse

Meine Bücher am Verlagsstand

Zwei Wochen ist es nun schon her, dass ich auf der Leipziger Buchmesse war. Hier nun endlich ein (kurzer) Bericht von dort. 

Besonders viel habe ich von der Messe gar nicht mitbekommen. Von 12 bis 17 Uhr lief meine Bastelaktion, vorher noch ein wenig vorbereitet, hinterher mit aufgeräumt - da blieb kaum Zeit für andere Dinge. 

Als allererstes wollte ich natürlich zum Stand von meinem Verlag, dem Christophorus Verlag. Ich war einfach so neugierig, endlich mal all die lieben Menschen live zu erleben, mit denen ich sonst nur maile und telefoniere. Allein das war schon ein tolles Erlebnis! 

Am Stand hab ich auch gleich meine Bücher entdeckt. ALLE meine Bücher! Denn auch mein neues Buch "Outdoor-Nächte" war dort ausgestellt. Schau mal, es steht da oben rechts im Regal. Es handelt sich um ein Vorabexemplar und konnte dort nicht gekauft werden, kommt es doch erst in ein paar Tagen auf den Markt.

In den paar Minuten am Stand habe ich einige Kinder beobachtet, wie sie zielstrebig mit ausgestreckten Armen nach meinen Tierbüchern griffen und freudig in ihnen blätterten. Freude pur für mich!

Werbung für die Aktion

Die fünf Stunden Basteln waren recht anstrengend, aber auch schön und aufregend. Es ist einfach immer spannend, mit Kindern zu basteln. Sie entwickeln ganz eigene Ideen - ein Grund, warum ich meine Anleitungen möglichst frei formuliere, also größtmöglichen Spielraum für die Kreativität der Kinder lasse.

Gegen Nachmittag waren viele Kinder schon ganz schön schlapp vom Messetrubel, da war es für sie eine willkommene Abwechslung, in Ruhe an einem Tisch zu sitzen und zu basteln. Außerdem konnten sie meine Werbefiguren, Kuschelhund Flix und Kuschelkatze Mina streicheln und knuddeln, was einige Kinder auch wirklich gern angenommen haben. Die zwei Kuschelfreunde habe ich freundlicher Weise von der Firma Teddy Hermann zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle, die Zwei haben gute Dienste geleistet in Leipzig! Bordercollie Flix und Katze Mina wirken so lebendig, sie verleiten jeden, auch Erwachsene, sofort dazu, sie zu kraulen!

Am Fimo-Basteltisch

An einem Tisch haben wir Hundemarken aus Fimo hergestellt. Wer keinen Hund hatte, durfte natürlich trotzdem mitmachen, schließlich kann man so einen Anhänger auch am Schlüssel oder an der Tasche tragen. Das Fimo wurde mir freundlicherweise von der Firma Staedtler spendiert. Vielen Dank auch an Sie! 
Cool ist dieser Miniofen oder? Er lief wirklich ohne Pause, genau wie ich! ;o)

Am Papier-Basteltisch

Der zweite Basteltisch war ein Paradies für Papierbastler! Hier konnten sich Kinder mit unterschiedlichsten Kartonarten (Farben, Motivkarton...), Stiften, Glitzer, Collage-Elementen austoben! Hier wurden hauptsächlich Sammelkarten, also ATCs gebastelt. Besonders der Glitzer war richtig populär! (Und somit hat die Leipziger Messe noch längere Zeit was davon, denn ihr wisst sicherlich, Glitzer geht nie so ganz weg und man findet ihn auch nach ewigen Zeiten immer noch in der ein oder anderen Ritze...) Mein absoluter Favorit: Das Astronauten-Meerschweinchen!!!

Sonntag, 30. März 2014

Hyänen


Für eine Wunscherfüllung hab ich mich ein wenig mit Hyänen beschäftigt. Hyänen gehören zur Überfamilie der Katzenartigen. 

Viele Menschen finden Hyänen hässlich. Ich finde sie eigentlich ganz niedlich. Die Ohren sind cool! Und bei einigen Arten die Mähne.

Wenn sie Geräusche machen, die wir Menschen als Lachen deuten könnten, ist in Wahrheit nix mit Lachen. Dann werden Zähne gezeigt und es wird ernst. 

Samstag, 29. März 2014

Mein erster Rock


Juhu! Ich hab meinen ersten Rock fertig genäht! Und er ist doch mehr aus einem eigenen Schnitt entstanden, als nach einem bestehenden Rock. Irgendwie passte es so besser. 

Am meisten bin ich vom weichen Bund aus einem alten Pulli begeistert. Und überhaupt bin ich ganz schön zufrieden mit dem Rock! Da mach doch bestimmt bald wieder einen!


Freitag, 28. März 2014

Wundervoller Frühling!


Wir haben hier im Garten keinen Rasen, es ist wohl eher eine Wiese. Und ich finde das ehrlich gesagt auch gut und richtig so. Ich mag die Stellen mit Moos. Ich mag Gänseblümchen und Löwenzahn und was da noch so alles wächst. (Kleiner Tipp: probiert doch diesen Frühling mal ein Löwenzahnbrot!) Zur Zeit blühen noch die Veilchen, es sind teilweise kleine Veilchenteppiche, die wir hier haben. Soooo schön!


Die Veilchen wachsen auch an meinem Weideniglu, das ich letztens angelegt habe. Und dazu gibt es tolle News: Alle Weidenruten treiben aus! Also stehen die Chancen ganz gut, dass es wirklich was wird mit meiner kleinen Weidenhütte! 


Die Vögel bedienen sich übrigens ganz gut an der "Wollspende zum Nestbau". Sieht schon richtig gerupft aus!


Letzte Woche habe ich eine zauberhafte Wildblume am Waldrand entdeckt. Sie war mir durch die zwei verschiedenfarbigen Blüten aufgefallen, eine pink und die andere lila-blau. Das fand ich irgendwie magisch. Und die Blätter waren so lustig getupft. Eine Blume, wie aus dem Märchenbuch! Natürlich wollte ich immer nachsehen, um welche Pflanze es sich da wirklich handelt, hab ich aber immer vergessen, wenn ich wieder zu Hause war. Irgendwann hab ich eine abgepflückt, als Erinnerungshilfe.


Zu Hause hab ich dann erst meine morgendliche Blogrunde gedreht und - was für ein Zufall - da ist mir direkt das "Gefleckte Lungenkraut" aufgefallen, und zwar HIER. Da könnt ihr über das Kraut nachlesen. Der Blog "DerWildeOsten - Wildkräuter Brandenburgs" ist ohnehin lesenswert für alle, die gern mehr über Wildkräuter wissen möchten. Und zwar nicht nur für die Brandenburger.

Meine Freundin Anne


 ... und ihre kleine Tochter Hanna.

Da war ich gestern Nachmittag. Und ja, irgendwie ist mein Skizzenbuch wie eine Art Tagebuch. Ich zeichne Erlebtes und Dinge, die mich beschäftigen. Mein kleines Aquarell-Skizzenbuch ist nun schon fast voll und es ist so schön, darin zu blättern! 


Ich hab euch für diese Zeichnung mal eine Gif-Datei gemacht, da seht ihr von der Grobskizze bis zum fertigen Bild die Schritte. Die Grobskizze dauert nicht lang, da halte ich die wichtigen Formen fest. Die arbeite ich dann mit Radiergummi und Bleistift weiter aus. Dann kommt Farbe ins Spiel, Aquarellfarbe. Da müssen alle Schichten immer gut trocknen, damit nichts verläuft, verschmiert. Im nächsten Schritt gehe ich dann mit Buntstiften, PanPastels, Washitape, Stempeln, Farbspritzern rein. Die schwarzen Outlines mach ich mit einem Buntstift und die weißen Linien mit Gelstift.

Dienstag, 25. März 2014

Wieder ein Grab geschaufelt...

Ach Kasi, jetzt hat es auch dich erwischt...

Heut morgen durch ein Auto getötet. Eine Nachbarin hat ihn gefunden und uns gebracht. 

Kasi war der kleine, trottelige Flauschkater. Er hatte so viele lustige Eigenheiten an sich. Er wird mir fehlen. 

Ich konnte ihn erst heute Abend beerdigen. Graufüßchen ist noch mehrmals am Tag zu ihm gelaufen, blieb in seiner Nähe und hat ihn immer wieder abgeleckt. Als ich ihn in die Erde gelegt habe, ist Graufüßchen vorsichtig in das Loch geklettert, hat ihn noch einmal überall beschnuppert und ihm ein Pfötchen geleckt. Danach hat sie eine Hummel gejagt.

Heute mag ich nichts zeichnen. Ich bin traurig.

Montag, 24. März 2014

Näherei


Ganz spontan hab ich mir heute Abend einen Rock zugeschnitten. Der Schnitt ist laienhaft und easypeasy. Einfach zwei Stücke, etwas ausgestellt. Die genaue Form hab ich von einem Rock abgenommen, den ich mal auf Dawanda gekauft hab, vor einigen Jahren. Der ist auch so laienhaft, aber toll, ich zieh ihn gerne an. Dieser wird etwas kürzer und er bekommt Taschen. Die Taschen hab ich aus einer alten Tischdecke geschnitten. Aus dem gleichen Stoff hab ich noch zwei Knöpfe bezogen, die ich als Zierde annähen will. Der Rock bekommt noch einen breiten Bund, den man umschlagen kann. Den werde ich aus einem alten Pulli fertigen. 


Im Mai/Juni werde ich hier in der Nähe einen Nähkurs für Teenies (Mädchen) durchführen. Dafür plane ich derzeit schon ein bisschen. Es sollen Accessoires und ein paar einfache, aber tragbare Kleidungsstücke entstehen. Ich möchte auch dort den Gedanken des Recyclings/Upcyclings einbringen. Vom Kurs werde ich euch auf jeden Fall berichten. 

Letztes Wochenende hab ich auch schon mit zwei Mädels genäht. Wir haben die gerade ganz frisch generalüberholte Nähmaschine meiner Großtante getestet. Ich liebe diese Maschine, sie näht zuverlässig, hat ein gleichmäßiges Stichbild und näht auch mehrere Lagen Jeans mühelos. Zie kann nur gerade und zickzack Nähte. Mehr brauche ich aber eigentlich eh nicht. Hübsches Versäubern geht ganz gut mit einer Zwillingsnadel, falls ich das mal brauche.


Sonntag, 23. März 2014

Blumensamenbomben, aka Seedbombs


Mit meiner Wald-AG hab ich letztens Seedbombs hergestellt. Wir haben sie "BSBs" getauft - Blumensamenbomben.

Und so haben wir's gemacht:


Ein faustgroßes Stück Ton, zwei Handvoll torffreie Blumenerde, heimische(!) Wildblumensamen (Bienenmischung und Wiesenblumen) und ein wenig Wasser werden zu einer geschmeidigen Masse verknetet. Daraus werden dann dicke Murmeln gerollt.

Die "BSBs" haben wir dann in der Umgebung um die Einrichtung verteilt (nicht im Wald). Wir haben dabei überlegt, wo die besten Plätze für die Blumen sein könnten: es muss genug Sonne drauf scheinen, es sollte feucht genug sein und es darf kein Rasenmäher drüber fahren. Nun warten wir gespannt, ob im Sommer bunte Blumen sprießen werden.

Anstelle von Ton kann man natürlich auch Lehm verwenden, wir hatten gerade Ton zur Hand. Ich habe gehört, dass man Seedbombs auch mit Pappmaché anstelle von Erde/Ton/Lehm machen kann. Das möchte ich bald gern mal ausprobieren. Ist bestimmt besonders für Städter spannend, die nicht einfach so Lehm aus dem Garten buddeln können. Klar, Lehm und Ton kann man kaufen, alte Zeitungen hat man aber meistens da, darum finde ich diese Methode nicht uninteressant.

Klingelingeling...


... hier kommt das Eiertaxi!

Ich hab sie mir allerdings selber abgeholt. Bis zu mir ist es für die Mädels mit Sulky und Shetty Pedro doch etwas weit (bzw. zu viel Verkehr auf der Straße). 

Leckerstes Frühstücksei am Sonntag Morgen!

Freitag, 21. März 2014

Malen, basteln, spielen wie ein Kind


Am 20. März gab es im Rahmen des Illustrations-Workshops "Year of the Fairytale" von Carla Sonheim neue Aufgaben zu einem neuen Märchen. Diesmal ist es "Die Prinzessin auf der Erbse" von Hans Christian Andersen. Ich freu mich so, denn ich mag dieses Märchen sehr gerne.

In diesem Monat geht es um den Bildaufbau. Es geht aber nicht um feste Regeln sondern um das Experimentieren mit denunterschiedlichen Bildelementen. Außerdem nähern wir uns dieser Aufgabe aus kindlicher Sicht. Die Elemente werden nicht mit perfektem Strich gezeichnet, sondern grob, schnell, ohne großartig nachzudenken. Mit dicken Wachsmalern, ruhig auch mal krumm und schief. Andere Teile werden (relativ grob) aus Zeitschriften und Katalogen ausgeschnitten.


Und dann wird drauflos gespielt. Alles wird auf weißem Papier hin und her geschoben. Was gefällt mir, wo bin ich noch unsicher? Um das nicht zu vergessen, werden die Bilder fotografiert. So kann man vergleichen und später mit Favoriten weiter arbeiten. 

Das ist eine tolle Möglichkeit auch für zukünftige Bilder. Von allen Elementen eine schnelle Zeichnung anfertigen, ausschneiden und auf einem weißen Papier arrangieren. So kann man ausprobieren und regelrecht spielen. Diese Methode werde ich auf jeden Fall weiter anwenden!


Donnerstag, 20. März 2014

Die letzten "Yupos"

Das sind meine letzten Bilder auf Yupo für das Märchen "Blondine und der verzauberte Fliederwald":


"Bonne-Biche" liegt auf einem Bett aus feinen, duftenden Gräsern.


Blondine folgt dem Papagei in gutem Glauben, ihren Vater wieder sehen zu können. Der Papagei ist einer der Bösewichte in der Geschichte.


Sechs Monate lang reitet Blondine auf dem Rücken der Schildkröte, ohne ein Wort sprechen zu dürfen.

Es war eine spannende Erfahrung und mit einigen Ergebnissen bin ich auch recht zufrieden. Mir fehlt ein bisschen die Kontrolle bei dieser Technik, bei diesem Material. Es ist einfach so unvorhersehbar, wie die Farben verlaufen und trocknen. Aber das gehört zur Aufgabe: Loslassen, nicht alles kontrollieren müssen/können. Das hat nur bedingt funktioniert. ;o) Nun freue ich mich auf das dritte Märchen im "Year of the Fairytale".

Mittwoch, 19. März 2014

Beau-Minon


Noch mal ein Bild für meinen Illu-Workshop. Wieder der Kater Beau-Minon, diesmal auf Yupo. Es ist verrückt, mal mag ich dieses "Papier", mal verfluche ich es. Dieses Bild finde ich ganz gelungen. Mit anderen Versuchen von heute Abend bin ich nicht so zufrieden. Mal schauen, ob ich sie morgen noch irgendwie retten kann. 

Die Katze hab ich aus dem farbigen Hintergrund heraus gearbeitet. Dafür hab ich die getrocknete Farbe mit einem sehr nassen Pinsel angelöst und dann wieder vom Blatt abgenommen. Mit den Resten der Farbe hab ich dann das flauschige Fell angedeutet. Im Original sieht man es besser.

Verlosung - noch bis morgen mitmachen!


Bis morgen Abend um Mitternacht könnt ihr noch bei meiner kleinen Verlosung mitmachen: HIER geht's lang!

(Mailen oder den verlinkten Beitrag kommentieren und schon seid ihr dabei!)


Dienstag, 18. März 2014

Skater Jungs


Heute war ich von unseren Skater Jungs in der Schule sehr beeindruckt. Sie haben so eine Ausdauer mit ihren Boards. Und wenn sie so sehr damit beschäftigt sind, gibt es auch kaum Stress und Streit. Solche Momente sind eher selten. Leider.

Zurück aus Leipzig

Gestern bin ich aus Leipzig zurück gekommen. Es war ganz schön aufregend, wo ich doch gar nicht gern Zug fahre und auch nicht sehr gern in Städten unterwegs bin. Ich habe immer wieder gemerkt, was ich doch für ein Landei bin. Aber gleichzeitig hab ich auch erfahren, wie unnötig so eine große Aufregung vorher ist. 


Unterwegs im Zug hab ich die meiste Zeit aus dem Fenster geschaut. Manche Menschen meinen, Zugfahren sei so toll, weil man dabei gut andere Dinge erledigen kann. Sowas wie Bücher lesen, lernen, arbeiten (am Laptop). Kann ich nicht. Ich kann das Gewusel um mich herum nicht ausblenden. Ich will immer wissen, wo ich gerade in etwa bin, welcher Halt als nächstes kommt, schaue mir gerne die Menschen um mich herum an und ich gucke unglaublich gerne raus. All die Landschaften, die da an einem vorbei zischen. An denen ich dann vorbei zische... So habe ich zwischen Wiesen und Feldern ganz versteckt in einer Wallhecke eine kleine Hütte gesehen, die toll zu einer Abenteuergeschichte passt, an der ich immer mal zwischendurch schreibe. Die hab ich dann mal nebenbei skizziert, um sie nicht zu vergessen. 
Und die Frau, die mir auf dem Hinweg in beiden Zügen gegenüber saß, hab ich auch gezeichnet. Sie las in einem E-Reader, irgendwas in Russisch. Ich fand es schon komisch, jemand Fremdes so viel anzustarren und dabei zu zeichnen. Darum sind mir auch die Formen nicht gerade sehr gut gelungen, denn ich hab mich nicht getraut, mehr auf die Frau, als auf's Papier zu gucken... Und fragen mochte ich auch nicht. Da muss ich wohl noch üben, etwas unerschrockener zu sein. Ich will ja gar nicht realistisch zeichnen, ich möchte aber schon die wichtigsten Linien so hinbekommen, dass man Ähnlichkeiten erkennt. Naja, Übung macht den Meister. Und mit dieser ersten Übung bin ich schon ganz zufrieden.
In Leipzig hat mich meine Brieffreundin mit einer gelben Gerbera am Bahnhof empfangen! So eine Freude! Ist doch unser erstes und eiziges "live und in Farbe" Treffen schon fast ein Jahr her. Und gleich drauf konnte ich endlich, endlich meine tolle Velber-Redakteurin "in Echt" kennenlernen. (Ohne Zeichnung) Wir hatten zwischen meiner Ankunft und ihrer Abfahrt eine knappe Dreiviertelstunde Zeit miteinander. Juhu!


Am Sonntag war dann meine große Bastelaktion: Fünf Stunden basteln. Fünf Stunden lang immer wieder erzählen, was man an den zwei bunten Tischen machen konnte... Fünf Stunden lang erklären, Löcher in Fimo-Teile pieksen, Kinder animieren. Es war anstrengend. Aber auch schön! Die Kinder waren alle zufrieden. Und keiner kam ohne eine Extraportion Glitzer in den Klamotten davon!


Am Montag war Heimreise-Tag. Von Halle (dort hab ich übernachtet) nach Hannover und von Hannover nach Osnabrück. Der erste Zug hatte fast eine halbe Stunde Verspätung wegen irgendwelcher Probleme an Bahnübergängen. Und so musste ich ganz schön zittern und bangen, ob ich den Anschlusszug überhaupt kriegen würde. Oh je! Der hat Gott sei Dank ein paar Minuten gewartet, so dass ich so gerade eben noch umsteigen konnte. Puh! 

Nun bin ich wieder zu Hause und sortiere mich erstmal ein wenig. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Eindrücke von der Messe mit euch teilen.

Freitag, 14. März 2014

Lepus europaeus


Lepus europaeus - der Feldhase. Zur Zeit springen sie wie die Wilden über die Wiesen und kloppen sich. Aber schön zu sehen, denn Hasen werden immer seltener. Die intensive Landwirtschaft lässt ihnen nicht genügend Lebensraum. So wie vielen anderen Tieren auch nicht...

Mittwoch, 12. März 2014

Blondine & Beau-Minon


Eigentlich wollte ich gestern früh ins Bett gehen. Früh bedeutet bei mir zur Zeit "vor 1". Kurz vorher hatte ich aber noch mit einem Yupo-Bild angefangen. Es war fast trocken, als ich es mir noch mal ansah. Da wollte ich eigentlich nur die Lampe neben dem Maltisch ausmachen. Und dann hab ich im Hintergrund Blumen erkannt in Linien und Flecken, die das Papier beim Trocknen selbst "gemalt" hat. Ich sah die Szene vor mir, in der Beau-Minon (Kater) neben der schlafenden Blondine sitzt. Ja, und dann war ich erst um 3.00 Uhr im Bett...

Dienstag, 11. März 2014

Weitere Experimente auf Yupo


Quantität vor Qualität. 10 bis 20 Bilder auf Yupo Papier. Phantasie-Pflanzen und stilisierte Tiere. Das ist die Mixed Media Aufgabe für diesen Monat. Der Strauß ist mir ein bisschen zu dicklich geraten. Aber trotzdem irgendwie süß. Ich mag die Federstruktur. Die hab ich mit einem ausgefransten Pinsel gemacht, den ich ganz leicht angefeuchtet hatte. Das ist das Schöne an Yupo, man kann aufgetragene Farben wieder abwischen. Dadurch ergeben sich spannende neue Möglichkeiten.


Hier steht Blondine als kleines Mädchen am Rand des Fliederwaldes, sammelt Flieder und gerät immer tiefer in den verzauberten Wald hinein. Hier hab ich mal für euch fotografiert, wie die nassen Farben auf dem Yupo verschwimmen:


Und mit noch mehr Entfernung der etwas chaotische Tisch, auf dem es liegt. Weil ich solche Einblicke bei anderen Leuten auch so gern mag. 


Montag, 10. März 2014

Weidenhütte


Bei dem tollen Wetter hab ich gestern mit dem Bau einer Weidenhütte angefangen. Letzte Woche konnte ich mir von einem Nachbarn Weidenruten holen, die standen nun einige Tage in einem Bottich mit Wasser. Ich arbeite sie in Form eines Iglus und möchte einen runden Eingang gestalten. Vielleicht werde ich auch noch ein kleines, rundes Fenster "einflechten".


Der Durchmesser der Grundfläche ist etwa 3 Mester, hoch wird es ungefähr 1,60 Meter. Ich hab im Abstand von 30 bis 40 cm auf dem Kreis Löcher für die Weidenruten gegraben. Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht noch je einen weiteren Weidenzweig setzen sollte. Die Seitentriebe der Zweige habe ich Freestyle mäßig miteinerander verflochten und verwebt, gerade so, wie es eben passte. Eigentlich denke ich, dass es so recht dicht werden wird in den nächsten Jahren - wenn denn alles anwächst. (Ich hoffe es so!!!)


Nach dem Einpflanzen hab ich alle Weidenruten natürlich ordentlich gewässert. Im Garten bleibt keiner meiner Schritte unbeobachtet. Besonders Kasimir ist überaus neugierig. Ihm hat der Garteschlauch großen Spaß bereitet! Er hat regelrecht ein Spiel entwickelt: Pfote vor das Loch - wenig Wasser sprudelt, Pfote wieder weg - das Wasser rauscht heraus. Pfote davor, Pfote weg und immer so weiter! Leider hatte ich da die Kamera schon wieder weggelegt...