Freitag, 22. November 2013

Trauriger Tag :-(


Gestern ist mein kleiner Kasper gestorben.

Als ich am Morgen nach draußen ging, um die Katzenbande zu füttern, war es schon sehr komisch, dass er nicht wild angerannt kam. Ihn musste ich nicht einmal rufen, er kam immer, sobald ich draußen war. Und gestern eben nicht mal, als ich ums ganze Haus herum gelaufen bin und nach ihm gerufen habe. 

Als ich dann mit June die Gassirunde machen wollte, fand ich ihn tot in der Einfahrt zu unserem Hof. Er war ganz steif gefroren. So wie er da lag, denke ich, dass er von einem Auto voll erwischt wurde und nicht leiden musste. Er sah aus, als würde er schlafen und hatte keine sichtbaren Verletzungen. Ihm war nur ein wenig Blut aus den Augen gelaufen. 

Ich bin unglaublich traurig. Er war das kuscheligste und anhänglichste Kätzchen aus dem Wurf. 

Seine Schwester, das kleine Graufüßchen, ist nun ganz schön verloren. Die alten Katzen können mit ihrer Wildheit und Verspieltheit nichts anfangen. Sie ruft nach ihrem Bruder, bestenfalls antworte ich ihr dann. Ich kümmere mich etwas intensiver um sie, bin mehr draußen, dass sie Gesellschaft hat.

Ich hab mich ganz schnell entschlossen, Kasimir wieder aufzunehmen, der nämlich noch nicht weiter vermittelt wurde. Karla hat eine Interessentin. Und für Kasimir ist es schöner, wenn er bei einem seiner Geschwister bleiben kann. Er muss nur noch eine Erkältung auskurieren, dann hole ich ihn zurück nach Hause.

Ich wünsch mir so, dass ich nicht noch mal eine Katze von der Straße auflesen muss...


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Scheiße!
Meine große Tochter hat vor ein paar Tagen morgens beim Brötchen holen auch eine tote Katze auf der Strasse gesehen ...wir wohnen in einem Dorf... kannst Du die kleinen nicht in der Wohnung halten...nachts... bis sie älter sind???

LG S.

Marieke hat gesagt…

Es tut mir unheimlich leid für dich! :-(
Ich habe das Gefühl, dass die liebsten und kuschligsten Kätzchen aus einem Wurf wohl nur ganz selten auch die ältersten werden....

Fühl dich gedrückt!

Anonym hat gesagt…

Testament einer Katze ( Margaret Trowton)



Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.

Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.



Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.



Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.



Die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann.


Liebe Kathi,
ich bin ganz betroffen, dass dieser kleine feine Wicht Kasper schon "gegangen" sein soll.
Tote Tiere auf der Straße machen mich immer sooo wütend auf den rücksichtslosen starken Autoverkehr...
Bei uns wurde vor kurzem ein Wolfsjunges überfahren. Während die Unfallstelle gesichert wurde, kam die Wolfsmama und holte ihr totes Kleines ungeachtet der vielen Menschen um es zum Waldrand zu tragen und dort zu begraben...
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich liebe Wölfe, in Aitmatows "Richtstatt" werden sie so wunderbar beschrieben, ihr Zusammenhalt, ihr Familienleben, ihr Erbarmen, ihr Mitgefühl...
Was tuen wir Menschen Tieren oft an durch unser schnelles von der Natur so entferntes Leben?
Es tut mir so leid um deinen kleinen lieben Freund.
Schön, dass Kasimir dadurch eine Chance erhält.
Besser als bei dir könnt er es sicher nirgends haben.
Herzliebe Grüße und eine dicke Drückerung.
Deine Jana

Anonym hat gesagt…

liebe kathi,
wir wissen so sehr, wie es dir mit dem verlust deines kleinen katers geht...
vorgestern sind unsere beiden babyhäschen gestorben, (beide am selben tag!), sie waren gerade einmal sechs wochen alt...
wir fühlen mit dir und denken an dich!
natalie mit ihren drei kindern

Kathi Pirati hat gesagt…

Vielen Dank für eure lieben Worte.

Liebe S.: Ins Haus kann ich sie nicht lassen, denn das würden sie wohl auch nicht überleben - June mag keine Katzen. Mit Joker würde es vielleicht gehen, mit June aber leider nicht. Und in der Scheune wollen sie auch nicht eingesperrt sein über Nacht. Sie sind einfach die Freiheit gewöhnt und unzufrieden, wenn sie eingesperrt sind. Kasper hatte so zumindest ein tolles, wenn auch kurzes Leben. Er war wirklich frei. Das tröstet mich ein wenig.

Liebe Marieke: Oh je, das ist keine schöne Vorstellung...

Liebe Jana, ich frage mich auch immer, was wir da eigentlich machen. Und doch fahre auch ich Auto - zur Arbeit, einkaufen und so. Anders geht es hier leider nicht. Ich war mal als Beifahrer dabei, da haben wir ein Reh angefahren. Und auch mir könnte es passieren, das eine geliebte Familienkatze vor mein Auto läuft. Manchmal (oder öfter) wünsche ich mir, ich könnte das alles mit einem Pferd machen. zur Arbeit reiten, zum Einkaufen reiten. Das wäre eine feine Vorstellung. Aber wenn ich mir dann ansehe, wie rücksichtslos die Autos an Fußgängern, Menschen mit Kindern oder mit Hunden und auch an Reitern vorbeirasen, ist die Vorstellung auch schon nicht mehr so schön...

Liebe Natalie, das mit euren Kaninchen ist auch ganz furchtbar! Hatten sie eine Krankheit? Ich bin so froh, dass ich das mit Kasper nur mit mir selbst ausmachen und es keinen trauernden Kindern erklären muss...

Viele Grüße an euch alle!