Samstag, 29. Juni 2013

Neues von der Natur-AG


Jeden Donnerstag gehe ich mit einer Kindergruppe der Förderschule nach draußen, meistens in den Wald. Dafür überlege ich natürlich immer Spiele oder Aktionen. Es geht dabei eher nicht um die Vermittlung von Wissen sondern darum, den Kindern einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt beizubringen, die Liebe zur Natur und die Abenteuerlust zu stärken.


Wenn man mit Kindern in der Natur unterwegs ist, sollte man nicht starr an einem Programm festhalten, das man sich für den Tag vorgenommen hat. Kinder haben meistens eine ganz eigene Vorstellung davon, was sie da draußen tun wollen. Was genau, liegt an den Gegebenheiten vor Ort - oder auf dem Weg. Manchmal kommen wir nämlich gar nicht bis zu einem vorher abgesprochenen Platz. 

Diese Woche haben wir zum Beispiel viele kleine Fröschchen auf den Wegen gefunden. Winzig kleine Fröschchen, kleiner als ein Fingernagel! Gut, dass wir die Becherlupen dabei hatten! Wir haben uns aber auch getraut, sie auf die Hand zu nehmen und dabei festgestellt: Frösche sind gar nicht glitschig.


Wir haben auch darüber gesprochen, dass man Tiere nicht fangen und dann wegtragen sollte. Man kann sie ruhig betrachten, sie dafür auch hochnehmen (wenn sie dabei nicht abstürzen können), aber man sollte sie danach wieder an der Fundstelle absetzen. Natürlich darf man sie aber aus einer Gefahrenzone retten und ein paar Meter weiter tragen.


Die Kinder haben also doch ganz schön viel gelernt, ganz nebenbei. Und ganz aus sich selbst heraus!


Für ein Spiel hatten wir dann auch noch Zeit - wir haben eine Art Waldmemory gespielt: 

Dafür habe ich schon unterwegs einige unterschiedliche Gegenstände gesammelt. Die habe ich dann auf den Waldboden gelegt (die Stelle habe ich vorher etwas frei"gefegt"). Darüber habe ich ein Tuch ausgebreitet. 

Das Tuch habe ich für ein paar Sekunden gelüftet (hier kann man gut den Schwierigkeitsgrad anpassen). In der Zeit sollten die Kinder sich möglichst viel einprägen und danach auf die Suche nach eben diesen Gegenständen gehen. 

Wer als erstes alle Gegenstände beisammen hat, gewinnt und darf Gegenstände für die nächste Runde vorgeben.

Variante: Für jeden richtigen Gegenstand gibt es einen Punkt. Und wer einen Gegenstand richtig benennen kann, bekommt auch dafür einen Punkt.



Auf dem Rückweg haben wir noch den Baum gesucht, der so eine sonderbar weiße Rinde hat. ;o) Unser Bestimmungsbuch hat uns verraten, dass es sich um eine Birke handelte.

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