Sonntag, 5. Juli 2015

Neue Körbe


Hier seht ihr die zwei Körbchen, für die ich die Seile bemalt hatte. Die Bemalung hatte ich extra etwas ruhiger gehalten, weniger Farbe, nicht zu bunt. 

Diesmal hat das Nähen sogar noch besser geklappt. Beim ersten Versuch riss mir immer wieder der Oberfaden. Als ich dann die Spannung verringert hatte, war der Unterfaden wohl nicht mehr passend, so ist die Naht nicht ganz so schön geworden. Für den zweiten Rutsch hab ich dann die Unterfadenspannung angepasst, schon wurden die Nähte perfekt!


Da ich keine Erfahrung im Formen der Körbe habe, ist es ein bisschen unvorhersehbar, wie sie dann nachher aussehen. Es freut mich total, dass sie zeimlich genau so geworden sind, wie ich sie haben wollte. Für die blaubunte Schale hab ich etwa 12 Meter und für die rotbunte um die 10 Meter Seil gebraucht. Ich könnte mir gut ein 3er oder 5er Set vorstellen. In unterschiedlichen Größen, um sie ineinander stellen zu können. Diese habe ich erstmal verschenkt. Aber ich hab ja noch ein bisschen Seil auf der Rolle... 


Ich wünsche euch eine schöne neue Sommerwoche!

Donnerstag, 2. Juli 2015

Körbe aus Seil


Schon eine ganze Weile hab ich solche "Seilkörbe" auf meiner "möchte-ich-unbedingt-ausprobieren-Liste". Nun habe ich bei Isipopisi (sehr schöner Blog übrigens) wieder solche hübschen Körbe bewundern können. Und weil ich grad Urlaub habe, hab ich direkt eine Rolle Seil bestellt und gleich losgelegt! 

Ich werde hier nicht auch wieder Anleitungen verlinken. Schaut einfach bei Isipopisi. Nur einen Farbtipp hab ich noch dazu:

Für meinen ersten Korb hab ich das Seil nämlich bemalt. Dafür habe ich Acrylbastelfarbe genommen, die ich noch mit Wasser verdünnt habe. So wirkt die Farbe nicht wie eine Beschichtung sondern zieht ganz gut in die Fasern ein und man kann die Flechtstruktur weiter gut erkennen. Die Farben verlaufen auch, wenn man unterschiedliche Farbtöne nass in nass aufträgt. Gefällt mir besonders gut, hat was von Aquarell. Außerdem fühlt sich das Seil so auch weiterhin nach Baumwollseil an. Ganz schön bunt, was?


Die Farben habe ich extra zu meinem Sofa ausgewählt, das genau diese Farben hat. Und es passt wunderbar, finde ich!


Das Körbchen ist 15 Zentimeter hoch und 19 breit. Dafür gingen etwa 16 Meter Seil drauf. Am Ende hab ich das Seil per Hand als Spirale auf den Korb genäht, ein besonders schöner Abschluss, finde ich! 

Die Möglichkeiten sind endlos: Schalen, große Körbe, Einkaufskörbe oder -taschen, unterschiedliche Henkel, Formen und Größen. Für zwei kleine Körbchen liegt das Seil schon bereit: 


Einen großen Korb möchte ich dann auch noch unbedingt nähen. Und ihr? Habt ihr nun auch Lust bekommen, Körbe zu nähen?

Schöne neue Ideen


Letztes Wochenende war ich mit meiner Mama in Osnabrück bei einer Veranstaltung aus dem Proggramm "Neues Leben zwischen alten Gräbern". Auf dem Johannisfriedhof wurde ein buntes Fest rund um die Johanniskapelle gefeiert. Die Angebote trafen doch sehr meinen/unseren Geschmack. 

Zu Beginn der Feier übten alle Besucher im Reigen einen Tanz ein. In der Mitte standen Musiker und spielten auf Geige, Gitarre und Akkordeon die Musik dazu. Im ersten Moment dachte ich: Oh je, da mach ich aber nicht mit. So öffentlich im Park (bzw. auf dem alten Friedhof) "hippiemäßig" tanzen? Und da die meisten Schritte schon eingeübt waren, wollten wir uns ohnehin nicht mehr in den Tanzkreis einreihen. Als ich den Tänzern ein wenig zugeschaut hatte, war ich aber fast ein bisschen traurig, dass ich nicht den Mut hatte, mitzumachen. Es haben wirklich alle mitgemacht - alt und jung, Mütter, Väter, Kinder, Senioren, einfach alle. Das war schon schön. Die Idee habe ich mal in meinem Kopf abgespeichert, denn sowas würde ich gerne beim nächsten Herbstfest mit meinen Gästen machen. (Und hoffe natürlich, dass die dann eher den Mut haben, mitzumachen...)

Dann gab es noch einen Bücherflohmarkt, mit einem sehr interessanten Angebot! Viele Themen, die mich auch interessieren. So habe ich u.a. ein Buch über die Heilkunde der Hildegard von Bingen, ein Buch von W. D. Storl und ein Vogelsbestimmungsbuch ausgewählt. Bei 50 Ct pro Buch musste ich bei sechs Büchern leider aufhören, meine Tasche war dann einfach schon voll.


Dann gab es ein Naturquiz, das wirklich sehr liebevoll zusammengestellt worden war. Über 30 solcher hübschen Kästchen waren mit frisch gesuchten Dingern aus der Natur gefüllt. Es war ein interessantes Raten. Wir haben mit einigen Frauen gerätselt und uns ausgetauscht.  


Vielleicht werde ich etwas in der Art mal mit den Kindern meiner Wald-AG machen. Wäre auch eine schöne Idee für ein Schulfest oder einen "Tag der offenen Tür", um unsere AG zu präsentieren. Ein bisschen schade fand ich, dass viele der frischen Dinge in Zellophantütchen verpackt waren. Es hätte mir gefallen, noch mehr als den Seh-Sinn einsetzen zu können. Manches Kraut erkennt man ja doch besser am Geruch. Oder daran, wie es sich anfühlt. Allerdings muss man dann sicherlich den Inhalt von so mancher Schachtel ab und zu austauschen, wenn ihn viele Leute anfassen und unter die Nase halten.


Außerdem habe ich noch dieses Spiel kennengelernt. Es ist wirklich lustig und wird ziemlich rasant, wenn man ein paar Runden gespielt hat. Im Netz habe ich es unter dem Begriff "Passe Trappe" oder "Flitzpuck" gefunden. Dieses ist wohl ein selbstgebautes Exemplar. Auch eine schöne Idee! Ich glaube, das probiere ich auch mal aus! 

Eine weitere Idee stelle ich euch in den nächsten Tagen noch vor, dann direkt zum Mitmachen!

Donnerstag, 11. Juni 2015

Gefilzte Sitzmatten


Mit meiner Freundin Anne hab ich letzte Woche bei schönstem Wetter einen regelrechten Hippie-Tag im Garten veranstaltet! 

Wir haben große Sitzmatten gefilzt. Ich hatte noch ziemlich viel von einer grauen, recht groben Filzwolle im Vlies - genau richtig für eine robuste Matte. Alles andere ist Merinowolle (mulesingfrei).


Das Wasser haben wir in einem Kessel über dem Feuer heiß gemacht. Später haben wir dort auch noch eine Suppegekocht. Mit Gemüse und allerlei Wildkräutern - lecker!


Draußen konnten wir so richtig freigiebig mit Wasser und Schaum sein. Wir sind auf der Wolle herumgestapft, getanzt, gehüpft, bis sie so dicht gefilzt war, dass wir sie kräftig walken konnten.


So große Flächen brauchen schon ein wenig Geduld und auch einiges an Muskelkraft, bis sie zu einem festen Filz verarbeitet wurden.


Während wir unsere Hippie-Gemüsesuppe am Feuer aßen, konnten die Matten am Zaun schön abhängen und trocknen.


Hach, solche Tage brauch ich öfter, das war wie ein kleiner Urlaub!