Sonntag, 14. September 2014

Hamstertaufe

Kennt ihr eigentlich die Gecko Kinderzeitschrift? Das ist ein tolles Bilderbuchmagazin für Kinder ab Vier. In jeder Ausgabe gibt es drei tolle Geschichten, immer großartig illustriert, Gedichte, Rätsel, Experimente... Und das alles ohne Werbung! Ich kann sie euch nur empfehlen.

Vor ein paar Wochen hat die Redaktion über Facebook einen Hamsternamen für eine Geschichte der Septemberausgabe gesucht. Mir ist spontan "Hamsel" eingefallen.

Ich freu mich so, dass mein Vorschlag ausgewählt wurde. Nun steckt eine winzig kleine Mini-Idee von mir in der neuen Gecko-Ausgabe!


Schaut mal hier: 

:o)

Links zum Beitrag: Gecko Kinderzeitschrift

Snack-Rezept: Brokkolitaschen


Zur Arbeit nehme ich mir meistens ein leckeres Mittagessen mit, beginnt mein Dienst doch meistens mit selbigem. Ich schaff es aber nicht unbedingt immer vorher, ein großartiges Gericht zu kochen. Oft wärme ich mir das Essen vom Vortag auf und nehm es in einer Thermodose mit. Oder ich bereite ein Essen vor, damit ich vor der Arbeit nicht so viel zu tun habe. Diese Brokkolitaschen zum Beispiel. Da kann ich die Füllung im Kühlschrank aufbewahren und die Taschen aus fertigem Blätterteig ganz fix bei Bedarf backen. Hier kommt das Rezept:


Für vier Brokkolitaschen braucht ihr
  • einen kleinen Brokkoli
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Öl
  • Salz und Pfeffer
  • Sojasahne (oder Sahne)
  • Vollkornblätterteig (TK)
  • etwas Käse
Der Brokkoli wird zuerst in kleine Röschen geschnitten, die dann in gesalzenem Wasser gekocht werden. Die Garzeit hängt von euren Vorlieben ab, der eine mag es bissfest, der andere eher "matschig-weich".

Während der Brokkoli gart, schneidet ihr Zwiebel und Knobi klein und dünstet sie mit etwas Öl, dass sie glasig werden. 

Zu Zwiebeln und Knobi kommen die abgetropften Brokkoliröschen in die Pfanne. Gebt Salz und Pfeffer nach belieben dazu. Ich gebe zu, ich mag es gern etwas salziger. Dann köchelt alles noch einen Moment in einem großen Schluck Sojasahne vor sich hin. (Ich nehme Sojasahne, weil ich echte Sahne hier geschmacklich nicht vermisse. Dann doch lieber die tierfreundliche Alternative!)

Die Blätterteigquadrate werden kurz bei Raumtemperatur aufgetaut. Auf jedes Quadrat kommen etwa zwei Esslöffel Gemüse, dann werden die Taschen zu Dreiecken zugeklappt und die offenen Ränder festgedrückt. (Ich habe im Bioladen ganz leckeren Vollkornblätterteig entdeckt, der auch vegan ist. Sehr zu empfehlen!)

Zuletzt bestreut ihr die Brokkolitaschen mit etwas geriebenem Käse, Sorte nach Geschmack. Veganer lassen den Käse weg oder geben vor dem Zuklappen der Teigstücke etwas Käseersatz auf das Gemüse (obendrauf würde er viel zu trocken werden).

Die herzhaften Teilchen kommen für etwa 15 Minuten bei 200° in den Backofen. 

Dazu schmeckt (Tomaten-) Salat. Auch ein paar frische Kräuter oder ein feines Gewürzsalz kommen gut!

Hunger bekommen? Probiert's aus und lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 20. August 2014

Plastik und Müll vermeiden - Einkaufsnetzte für Obst und Gemüse


Nachhaltigkeitsgedanken

Ihr kennt das Problem sicherlich: Beim Einkauf von Obst und Gemüse greift man doch meistens zu den leichten, praktischen Abreißbeuteln aus Plastikfolie. Wo sonst soll man die lose Ware hinein tun? Muss doch die Kassiererin sehen können, was sie da abwiegt. Außerdem sind die meisten anderen Tüten oder Beutel einfach sehr viel schwerer und größer. 

Zu Hause reißt man diese Plastiktüten dann auf, weil der Knoten nicht mehr zu öffnen ist. Und dann wandert sie in den Müll. Was für ein Wahnsinn, was für eine Verschwendung!

Größere und unempfindliche Früchte hab ich eh immer schon lose an der Kasse auf's Band gelegt. Aber was tun bei Champignons, Blaaubeeren, Bohnen, Weintrauben, Pflücksalat...? Eine praktische Plastiktüte abreißen? Nun nicht mehr!


Um diesen unnötigen Müll zu vermeiden, hab ich mir letzte Woche diese Obst- und Gemüsebeutel genäht. Die Idee ist nicht von mir, neu ist sie auch nicht. Man findet im www einige Beiträge dazu.

Ich habe für meine Netze nur Material verwendet, das ich eh schon hier hatte, und zwar:

1 alte "Omagardine", feines Netz aus Nylon oder so
Geschenkband (wieder verwendet)
Knöpfe, teilweise auch gebraucht
Garn 

Nähanleitungen für Beutel gibt es genug im Netz, die muss ich hier nicht noch einmal aufschreiben. ;o) Oben ein Tunnelzug, Seiten zunähen, fertig.

Meine Beutel sind unterschiedlich groß. Ich hab ein paar kleine Netze genäht, für kleine Mengen, aber auch größere Gardinentüten, z.B. für Äpfel oder damit Pflücksalat locker Platz hat und nicht zermatscht wird. 


Sie wiegen alle mehr als die üblichen Plastikbeutel. Groß etwa 20 Gramm, klein bloß sieben Gramm. Aber eben trotzdem wesentlich mehr. An der Kasse können nur die üblichen zwei Gramm abgezogen werden. Aber die paar Gramm Unterschied nehme ich in Kauf, das ist mir die Sache wert. Auf dem Markt kann meist das Gewicht abgezogen werden.

Die Reaktionen im Biosupermarkt, wo ich regelmäßig einkaufe, waren super. Vor dem Einkaufen hab ich gefragt, ob es überhaupt möglich ist, so das Gemüse zu kaufen. Aber klar! Da wurde mir jedoch schon erklärt, dass sie das Mehrgewicht nicht abziehen können. Die Kassiererin war ganz angetan und die Kundin, die nach mir an der Reihe war, war total begeistert. "Wo bekommt man denn so hübsche Beutel? Was, selbst genäht? Toll, auch die Idee!" Mehrere Menschen kamen ins Nachdenken und tauschten sich über dieses Thema aus. Super oder?


Die frischen Einkäufe können in den Netzen in den Kühlschrank oder in die Vorratskammer. Ein kleines Netz mit Pilzen hänge ich an den Flaschenhalter im Kühlschrank, so hängen sie luftig. Super Sache!

Mit etwas kaltem Wasser lassen sich die Beutel fix ausspülen und auch in der Waschmaschine kann man sie waschen (falls mal die Blaubeeren zermatscht sind).

Wie macht ihr das beim Einkaufen? Jutetasche immer dabei? Näht euch dazu doch auch ein paar Netze und reduziert damit euren ökologischen Fußabruck.

Dienstag, 19. August 2014

Givebox - Geben und Nehmen


Seid ihr schon einmal an einer Givebox vorbei gekommen? Oder habt ihr vielleicht schon eine Givebox genutzt? Ich bin ein großer Fan von dieser Idee!

Eine Givebox ist eine Art Schrank oder eine kleine (offene) Hütte, ausgestattet mit Regalen und anderen Ablageflächen, in der man gut erhaltene, funktionstüchtige Dinge legen kann, die man selbst nicht mehr benötigt. Die können andere Menschen dann mitnehmen. Als Bücherschrank kennt ihr das vielleicht, die gehören ja sogar schon zum Dorfleben einiger Gemeinden dazu. Große Giveboxen sind noch etwas exotischer. 

Ich mag den Ausdruck "Givebox" übrigens gar nicht. Kinder und ältere Menschen haben mit diesem englischen Begriff Schwierigkeiten. Habt ihr Ideen für einen wohlklingenderen Namen? Ich mag ja "Geben und Nehmen" - versteht jeder.

Es gibt so unglaublich viele Dinge, die eigentlich noch gut sind, die jemand anders gebrauchen könnte, und doch werden sie in den Müll geworfen. Aus Bequemlichkeit, aus Gedankenlosigkeit, aus Ignoranz. Wir leben im Überfluss und vielen Leuten fehlt das Bewusstsein für Werte. Es ist so einfach, Ersatz zu bekommen. Ein Kuchenservice ist farblich nicht mehr angesagt? Weg damit, es gibt ja nächste Woche beim Kaffeeröster ein Modernes im trendigen Look. Das Kind ist aus dem Puppenalter raus, weg mit dem Puppenwagen. Bücher stehen einmal gelesen seit ein paar Jahren im Schrank, ab in die Papiertonne. So ein 200-Euro-Sofa kann man ja ruhig alle zwei oder drei Jahre austauschen, kostet ja nicht die Welt, weg damit zum Sperrmüll. Was für eine Verschwendung! 

Meine Möbel sind hauptsächlich aus zweiter Hand (die alten vielleicht aus dritter oder sogar vierter Hand). Auch Klamotten trage ich gern gebraucht. Als Kind fand ich es immer großartig, wenn Freundinnen meiner Mama die abgelegten Klamotten ihrer Töchter in großen Tüten an uns weiter reichten. Ich gehe gerne auf Flohmärkte und freue mich über allerlei ausrangierte Schätzchen. 

Darum finde ich es besonders fein, dass ganz nah bei meiner Arbeit eine Givebox steht. Das Angebot wird ständig aufgefüllt. Ich bekomme oft mit, wie Nachschub gebracht wird. Einer nimmt etwas mit, der nächste bringt wieder etwas. Toll! 

Ich habe dort schon tolle Dessert-Tellerchen aus Glas gefunden. Außerdem mehrere Frühstücksbrettchen aus Holz mit passendem Holzständer, diese offensichtlich unbenutzt. 

Richtig toll finde ich diese zwei Polstermatten:


Einige kennen die vielleicht aus dem Kindergarten, dort gibt es sie oft für den Mittagsschlaf. Zwei davon standen letztens in der Givebox. Da hab ich nicht lange gezögert. Sie waren sogar recht sauber, ein paar leichte Verschmutzungen ließen sich ganz leicht abwischen. Das Kunstleder ist an den Ecken zum Teil etwas kaputt. Aber ich hab herausgefunden, dass es für diese Standardgröße auch neue Bezüge zu kaufen gibt. Ich nutze sie erstmal so. Mit ihnen kann ich ganz fix eine gemütliche Sitzecke auf meinem Baumhaus errichten. Auch am Lagerfeuer wird es damit sehr bequem! Und wenn die Bezüge dann wirklich irgendwann "durch" sind, gibt's halt doch mal neue. 

Schaut doch mal bei euch in der Gegend, vielleicht gibt es auch dort eine Givebox die ihr bestücken und in der ihr stöbern könnt. Der Kampf gegen die Verschwendung kann so einfach sein! Keine in der Nähe? Vielleicht mögt ihr ja selber aktiv werden und eine Givebox in eurem Stadtteil oder in eurem Dorf installieren.